Balzers Fürstenstrasse SOMMER 1986 Beim Bau eines Abwasserkanals in der Fürstenstrasse kamen an deren östlichem Ende beim maschinellen Aushub in einer Tiefe von ca. 2,5 m römische Mauerreste zu Tage. Leider war ein Mauerteil bereits vom Bagger herausgerissen worden. Nachdem sich in der nördlichen Gra- benböschung eine Mauerfront zeigte, deren Fugen zum Teil ausgestri- chen waren und deren Mauertechnik auf eine römische Zeitstellung schliessen liess, wurde von der Denkmalschutzkommission der fürstli- chen Regierung ein Baustopp ausgesprochen, der die wissenschaftliche Untersuchung des betroffenen Gebietes ermöglichte. Da der Verkehr so wenig wie möglich behindert werden durfte, wurde im ersten Abschnitt die nördliche Strassenhälfte untersucht. Nach Abschluss dieser Untersuchung wurde dort eine Behelfsstrasse errichtet, was die Ausgrabung des südlichen Strassenteils ermöglichte. Der somit ergra- bene Bereich besass eine Länge von ca. 20 m und eine Breite von ca. 10 m und befand sich nördlich des alten Amtshauses, wo die Fürsten- strasse ins Höfle mündet; die gesamte Grabungsfläche betrug somit ca. 200 qm. Durch die im Gange befindliche Renovierung des Abwasser- und Kanalisationssystems in diesem Teil von Balzers wurde die Arbeit erschwert; dies machte die Anlage von Wassergräben und den dauern- den Pumpeneinsatz notwendig. Um den Baufortschritt nicht allzustark zu verzögern, wurde der Aus- hub bis ca. 30 cm über der Mauerkrone maschinell durchgeführt. In der Folge konnte erst mit der archäologischen Untersuchung begonnen werden. Bevor näher auf den Flächenbefund eingegangen wird, soll zunächst ein kurzer Blick auf die stratigraphischen Verhältnisse gewor- fen werden. 162
        

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