gespielt haben. Andererseits ist der über den römischen Mauerresten angetroffene Steinhorizont bereits als Ausläufer eines Rüfesturzes bezeichnet worden, womit die andere Richtung angedeutet ist. Es scheint in diesem Zusammenhang erwähnenswert, dass in der Umge- bung «Im Winkel» erst mit diesem Steinhorizont ein Niveau erreicht worden war, das es dem Wasser des Rheines, bzw. der nahen Bäche und Flüsse unmöglich machte, am Aufbau der Schichten massgeblich beteiligt zu sein. Entsprechend den geologischen (vgl. S. 149) und archäologischen Befunden waren die vorgefundenen Grundmauern in das anstehende sandige Material gesetzt worden. Das Fehlen von Fundamentgräben deutet darauf hin, dass sie direkt in die Grube gemauert waren, d. h. das ein Graben ausgehoben worden war und dieser dann in der Folge mit unregelmässigen Lagen aus Steinen und Mörtel aufgefüllt wurde (vgl. Abb. 12, Plan D 0121/007; Ansichten der Mauerfronten). Die in situ vorgefundenen Mauern haben durchgehend eine Breite von ca. 70 cm. Darüber legt sich der mehrfach erwähnte Kieshorizont; er wird gegen Norden zu dünner und steht mit dem Versturz der Mauerreste in Verbindung (vgl. geologische Untersuchung S. 149). Das in den Metern N11/E7-E8 liegende Mauerfragment stellt demnach einen Teil des Aufgehenden dar, der durch das den Kieshorizont ablagernde Hochwasser abgerutscht war. Die schmalere Mauerbreite (60 cm), die unterschiedliche Orientierung, sowie das Fehlen jeglicher Art von Fundamentierung legen zudem eine solche Deutung nahe. In ähnlicher Weise muss auch der im Strassenbereich beobachtete Mauerrest (vgl. Abb. 1, im Meter E 22 - E 23/S 3 - S 4) interpretiert werden: auch hier war das Mauerfragment von grauem Sand umgeben; knapp unter der untersten Steinlage zeigte sich wiederum das bereits oben erwähnte Kiesstratum (vgl. Abb. 2, Plan D 0121/003, speziell Ansicht Nord- front). Es scheint sich auch hier um einen verrutschten Teil von aufgehendem Mauerwerk zu handeln, was wiederum durch eine Mau- erbreite von 60 cm, durch die fehlende Fundamentierung, als auch durch die Anordnung der Fugenstriche belegt zu sein scheint (vgl. Abb. 2, Plan D 0121/003, Ansicht Südfront und Ansicht Nordfront). Schliesslich ist hier die graue Sandschicht zu erwähnen, die sämtliche Versturzreste umgab; sie deutet auf geringere Wasserbewegungen bzw. auf die Überdeckung des Areals mit stehendem Gewässer hin (geologi- sche Untersuchung S. 152). 156
        

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