Interpretation der beiden Grabungs- abschnitte Einleitend zu diesem Kapitel soll noch einmal in Erinnerung gerufen werden, dass - auch zusammenhängend betrachtet - in beiden Gra- bungsabschnitten die untersuchte Fläche zu klein war, um Aussagen über einzelne Gebäude oder den grösseren Zusammenhang der vorge- fundenen Architekturreste zu machen. Wie bei der Besprechung des Flächenbefundes bereits erwähnt wurde, scheint es sich bei den in situ vorgefundenen Mauerteilen um Fundamente von Gebäuden zu han- deln, deren Aufgehendes im Laufe der Zeit gänzlich zerstört worden ist. Die angetroffene Fundarmut ist einerseits auf mehrmalige Überflu- tung zurück zu führen, bei der das leichtere und kleinere Fundgut ausgespült worden war, andererseits erklärt sie sich durch die Tatsache, dass sich die untersuchten Schichten zu einem grossen Teil im Funda- mentbereich, also unter einem ehemals vorhandenen Gehniveau, befanden. Es kann unter diesen Umständen für die Erfassung und Erklärung eines grösseren architektonischen Zusammenhangs, der Aufschlüsse über Balzers in römischer Zeit gibt, nur auf zukünftige, archäologische Untersuchungen in diesem Teil des Dorfes verwiesen werden. Diese einschränkenden Bedingungen müssen im Auge behal- ten werden, wenn im Folgenden einige Details - speziell über das «wie» - der Zerstörung der römischen Reste in Balzers behandelt werden; es ist allerdings nicht möglich, eine absolute Datierung für diese Zerstörung anzugeben. Wie bereits in der zusammenfassenden Schichtbeschreibung (S. 149f) erwähnt wurde, scheinen die angetroffenen Sedimente von zwei Rich- tungen her aufgebaut worden zu sein; einerseits von Westen her, wobei der Rhein bzw. - was wahrscheinlicher ist - die in der Umgebung des Fundorts überlieferten Bäche (vgl. Bericht zu den geologischen Unter- suchungen S. 145 f). bei der Auflandung und Schichtbildung eine Rolle 155
        

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