Den dritten Fixpunkt in der vorliegenden Stratigraphie bildet ein Stratum, das aus sehr grossen Steinen besteht und vermutlich den Ausläufer eines sogenannten «Rüfesturzes» darstellt. Die Steine sind nicht in gleicher Dichte über das gesamte Grabungsareal verteilt, wurden jedoch auf der ganzen Fläche beobachtet. Sie keilt gegen Westen und Süden hin aus. Damit ist schon eine zweite mögliche Untergliederung dieser Stratigra- phie angedeutet; nämlich in Schichten, die von Flüssen oder Bächen, also von der Talrichtung her, gebildet wurden, und solche, die von der Bergseite her aufgeschüttet worden waren. Es muss in diesem Zusam- menhang betont werden, dass es sich immer wieder als äusserst schwie- rig herausstellt, mit einiger Sicherheit abzuschätzen, welche Rolle Bergstürze bei der Auflandung dieser hangnahen Zonen im Rheintal gespielt haben. Rüfeschichten eindeutig über humosigen Horizonten, oder sogar blaufarbene, reine Tone auf Rüfematerialien oder Humus, können in dieser Gegend immer wieder beobachtet werden. Unter dieser Schicht mit den grossen Steinen erscheint nun jener graufarbene Sand, der fast alle vorgefundenen Mauerreste überdeckte und umlagerte. Dieses Stratum kann ohne grosse Schwierigkeiten als Produkt von Wassereinflüssen interpretiert werden. Es liegt dem zunächst dünnen, gegen Süden und Westen viel stärker werdenden Kiesband auf, welches uns Aufschlüsse über das Verstürzen der Mau- ern geben dürfte. Unter der kiesigen Lage zeigt sich nun ein braunes bis graues, sandig- siltiges Sediment, das ebenfalls als Wasserablagerung angesprochen werden muss, und in welches ursprünglich die Mauern hineingestellt wurden. DER BEFUND IN DER FLÄCHE Abb. 10, Plan 0121/013 Es handelt sich bei den Mauerresten nur mehr um Fundamente, deren Aufgehendes vollkommen zerstört worden war; auf Interpretationen des Befundes wird weiter unten eingegangen, hier erfolgt lediglich eine Beschreibung. 142
        

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