5.2.3.2 DER SCHWUND DER HOCHSTAMMIGEN OBSTGAR- TEN UM DIE HÄUSER UND AM SIEDLUNGSRAND DIE PRÄGUNG DER LIECHTENSTEINISCHEN DÖRFER DURCH DEN OBSTBAU «Die Obstgärten scharen sich meist rings um die Siedlungen, und es gehört zum Landschaftsbild des Rheintals vom Bodensee aufwärts bis nach Graubünden, dass die Ortschaften stets von einem mehr oder weniger dichten Obsthain umgeben sind», schrieb FACH (1938) in seiner Landeskunde des Fürstentums Liechtenstein. Bereits die Landschaftsaquarelle des Moriz Menzinger (1832-1914), im wesentlichen in den 1860er Jahren entstanden (HASLER, N. u. MARXER, F., 1982) zeigen den Hauptort Vaduz in Baumgärten- eingebettet. Auch erste Luftaufnahmen aus Liechtenstein aus dem Jahre 1936 bilden Ortschaften ab, die von Obstbaumgärten durchzogen und abgegrenzt sind (vgl. Abb 41), sie prägen und vermitteln den Eindruck des Zusammenhaltens. STARKE AKTIVITÄTEN DES LANDWIRTSCHAFTLICHEN VEREINS UM 1900 Aus den Mitteilungen des liechtensteinischen landwirtschaftlichen Ver- eins (Nr. 4, 11. Jg., April 1901) geht hervor, dass sich diese Institution stark für den Obstbau einsetzte. Der Verein brachte 1902 bei der Regierung einen Unterstützungsantrag für Obstbaumpflanzungen im ganzen Land ein. Nach Gewährung einer Landessubvention wurden damals in den Gemeinden des Landes insgesamt 5290 hochstämmige Obstbäume gesetzt. Nach der damaligen Bepflanzungs-Konzeption Abb. 40: Reste der Hochstamm- Aktion 1904 an den Ausfall- strassen der Gemeinden (Beispiel Ruggell) 101
        

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