Gemeinden im Einvernehmen mit der Regierung erst dann erfolgen, wenn aufgrund der Bevölkerungsentwicklung ein Bedarf nachgewiesen wird. Ein Flächenbedarfsnachweis wäre nach den heutigen Gegeben- heiten wohl nicht vorhanden. Das Gutachten zur Orts-, Regional- und Landesplanung 1968 (INSTITUT FÜR ORTS-, REGIONAL- UND LANDESPLANUNG, ETHZ, 1968), welches 1969 als Landesplan von der Regierung genehmigt wurde, orientierte sich an einem Richt- wert an Nettosiedlungsfläche von 210 m2 pro Einwohner. In diesem Zahlenwert werden bereits höhere Vergleichswerte als in der Schweiz mit ca. 160-200 m: berücksichtigt. Bei 26 000 Einwohnern wäre gemäss Berechnung der ORL eine Nettosiedlungsfläche von ca. 550 ha notwendig. Der von der Regierung genehmigte Siedlungs-Richtplan sah eine landesweite Bauzonenfläche von nur 700 ha vor. Die Sied- lungsfläche wurde aber bereits 1968 mit ca. 1650 ha beziffert. Anstelle der in Konsequenz erforderlichen Rückzonierungen wurde eine mas- sive Siedlungsausweitung von 400 ha zwischen 1968-80 betrieben. Das zonierte Bauland bietet somit einer rund vierfachen derzeitigen Wohn- bevölkerung mit über 100 000 Personen ohne stärkere Verdichtung Raum19. Auf den massgeblichen Einfluss der hohen wirtschaftlichen Prosperität mit der gesteigerten flächenextensiven Besiedlung des Lan- des wird noch an anderer Stelle eingetreten (vgl. Abb. 36: Siedlungs- ausdehnung 1950-80). 5.2.2.3 KULTURLANDVERLUST UM MEHR ALS EIN VIER- TEL INNERT DER LETZTEN 50 JAHRE Die Landwirtschaft musste bei dieser gegebenen Entwicklung einen enormen Kulturlandverlust hinnehmen. Gemäss landwirtschaftlicher Betriebszählung mit Nutzflächenstatistik (vgl. Tab. 8) verringerte sich Tab. 8: Landwirtschaftliche Nutzfläche Landwirtschaftliche Nutzfläche* 1929 ha 
1955 ha 
1965 ha 
1975 ha 
1980 ha 
1985 ha davon im Talgebiet 
4940 4100 
4334 3540 
4097 3400 
3639 2980 
3634 3001 
3113 2622 * ohne Sömmerungsweiden und Wald, aus: REAL (1979a), Stat. Jb. 1985, Bericht und Antrag Reg. an Landtag für Schaffung Gesetz Anbauprämien f. Brotgetreide, Futtergetreidc und Silomais. 1985 sowie Liecht. Landw. Zählung 1980. 95
        

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