dens beginnt die Einzelbauweise zu dominieren. Jedes Haus bekam seinen Garten und etwas Umschwung. Beim Bau der Häuser wurde auf eine gewisse Symmetrie geachtet, die besonders in der Verteilung der Fenster - ähnlich wie bei den Industriebauten - zum Ausdruck kommt. Es begann sich ein einigermassen einheitlicher Bautyp herauszubilden, der bis nach dem Zweiten Weltkrieg im Grundraster gleichblieb. Im Erdgeschoss befanden sich Küche und Wohnstube, im ersten Stock, unter einem einfachen Giebeldach, die Schlafzimmer. Häufig ist auch eine Scheune oder ein Stall angebaut. Dieser Typ prägt heute noch teilweise die Landstrasse von Schaanwald bis Balzers, die Häuser sind aber, bedingt durch die Wohnungsungunst wegen des Lärms, teilweise in einem bedenklichen Bauzustand (vgl. Abb. 32). Sie werden in der Regel nicht mehr von den Eigentümern, sondern von Gastarbeitern bewohnt. Die aufkommende Industrie schaffte zudem für ihre Arbeiter auch eigene Bausubstanz in Form von ersten Wohnblocks (vgl. «Kost- häuser» in Triesen). Noch aber nahmen die liechtensteinischen Dörfer einen vergleichs- weise kleinen Teil des Talraumes und Hangfusses in Anspruch. Vorzei- Abb. 31: Kompakter Dorfkern des Triesner Oberdorfes 88
        

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