ZEL, 1965) rund 60 Prozent aller Waldgesellschaften in Liechtenstein zählen. Die Weisstanne gelangte über das atlantische Gebiet zu uns und konnte sich später vor allem im oberen Buchenwaldgürtel halten. Der Buchenwaldgürtel reicht von ca. 700-1300 m, an den sich der subalpine 
Fichtenwald (Piceetea) anschliesst. Dieser würde naturge- mäss in den eingerichteten Wirtschaftswäldern auf der Rheintalseite nur 13 Prozent ausmachen, jedoch ist die Fichte durch forstlichen Einfluss mit 44 Prozent und damit als häufigste Holzart vertreten. Auf den mageren, flachgründigen und südexponierten Kalkrippen und Rüfeschuttkegeln blieben Reliktföhrenwälder erhalten, die waldge- schichtlich und pflanzensoziologisch den postglazialen Föhrenwaldhei- den (Pinetea) zuzuordnen sind (SCHMID, 1936). Ihr Anteil beträgt immerhin ca. 12 Prozent. Orte mit starker Insolation erlauben schliess- lich die Ausbildung des aus einer postglazialen Wärmezeit überdauern- den, reliktischen und föhnbedingten 
Lindenmischwaldes (Tilietum, TREPP, 1947). Er bildet besonders in den kollinen bis submontanen Lagen (bis 600 m) der südlichen Landeshälfte rund 6 Prozent der Waldgesellschaften und beinhaltet durch die Klimagunst seltene Straucharten wie 
Pimpernuss (Staphylea pinnata) und Breitblättriger Spindelbaum (Euonymus latifolia). Im Unterwuchs folgt dem Föhn- strich z.B. das 
Alpenveilchen (Cyclamen europaeum). Es findet in Liechtenstein seine nördliche Begrenzung dort, wo der Föhn nach Westen abdreht (s. Abb. 21, Verbreitung der Lindenmischwälder und des 
Alpenveilchens [Cyclamen europaeum] in Liechtenstein). S. 56, linke Spalte: Rund 60 Prozent aller Waldungen gehören zu den Buchenwald- gesellschaften. S. 56, rechte Spalte oben: Auf mageren, flachgründigen Bö- den dominieren Föhrenwälder. S. 54, rechte Spalte unten: Die Galeriewälder entlang des Rhein- es sind Ulmen-Eschen-Wäldern zuzuordnen. S. 55: Aufrechte Bergföhrenwäl- der in der Alpinzone. 57
        

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