den klimatischen Besonderheiten, z. B. der xerothermen Ausstrahlung des Churer Beckens in den Raum Balzers - im Grenzraum u. a. Vorkommen des 
Dingels (Limodorum abortivum), Blasenstrauch (Colutea arborescens) - sowie der Einwanderung der pontischen Flora über die Urstromtäler ins Rheintal (Sibirische Schwertlilie 
- Iris sibi- rica, Sumpfgladiole 
- Gladiolus palustris oder Wohlriechender Lauch 
- Allium suaveolens), lassen einen hohen Artenreichtum erwarten. Die Rätikonkette bis zur Mittagsspitze war nicht nur für den Rheinglet- scher, sondern auch für zentralalpine Elemente der Flora eine schwer überwindbare Schranke8. Während eine Anzahl westlicher Arten noch den Rhein überschritt, gelangten nur wenige ostalpine ins linksrheini- sche Gebirge. In Liechtenstein befinden wir uns somit an der Nahtlinie der ost- und westalpinen Florenelemente. Über den Walensee wander- ten atlantisch geprägte Arten wie die 
Stechpalme (Hex aquifolium), das breitblättrige 
Pfaffenhütchen (Euonymus latifolia) und die Felsenkir- sche (Prunus mahaleb) bis nach Liechtenstein ein, kommen weiter talaufwärts im kontinental geprägten Churer Becken aber nicht mehr vor. Andererseits berührt die 
Arve (Pinus cembra) als kontinentale Art gerade noch den liechtensteinischen Alpenraum und ist erst im Säntis- und Alviergebirge wieder zu finden. Insgesamt konnten in Liechtenstein bisher rund 1600 (!) Gefässpflanzenarten nachgewiesen werden, wozu die intensive Erforschung durch SEITTER (1977a) sowie die Arbeiten für die Erstellung des liechtensteinischen Herbars durch Edith Waldburger, Buchs, wesentliches beitrugen. Allein in der südlichen Landeshälfte Liechtensteins besteht gemäss diesen vielfälti- gen naturräumlichen Rahmenbedingungen innerhalb der gesamtöster- reichischen Florenkartierung im Quadrant9 8923/1 (480-2360 m) Naaf- kopf-NW (1969-1973 erhoben) mit 1114 Arten der grösste Artenreich- tum (schriftl. Mitt. H. Seiner v. 28. 1. 1986). 2.6.2 DIE RESTE NATURNAHER VEGETATION Die heutige Pflanzendecke entspricht nur noch in Ausnahmefällen - vielleicht in Felsbereichen - der natürlichen Vegetation. 2.6.2.1 DIE WALDGESELLSCHAFTEN Am naturnächsten sind hierbei noch die Waldgesellschaften. Der grösste Teil der rheintalseitigen Lagen wird von Buchenwaldgesell- schaften (Fagion) beherrscht, zu welchen nach LIENERT (in 
WEN- 55
        

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