Vorwort Es ist unübersehbar, dass es eine Wiederentdeckung des Faktors «Zeit» gibt. Teils findet dies in etwas nostalgischer Form in der Wiederbelebung verlorenen Brauchtums, häufig auch im Bildvergleich zur «guten alten Zeit» statt. Dem Forstmann ist dieses Zeitbewusstsein und das Denken in längeren Zeitabläufen keineswegs fremd, vergehen doch zwischen einer Wald- Bestandesgründung und der Ernte meist 100 Jahre, in gebirgiger Gegend noch weit mehr. Ich entsinne mich überdies der Übungen in der Waldpflege bei unserem geschätzten Waldbau-Professor Hans Leibundgut an der Forstabteilung der Eidg. Technischen Hochschule in Zürich, der uns auf die Fragen an den zu pflegenden Bestand erinnerte: «Wer bist Du? Wo kommst Du her? Wo gehst Du hin? Wo will ich Dich haben?» Diese Fragestellungen können durchaus auch auf die Gesamtlandschaft übertragen werden, um sie besser verstehen zu können. Seit 1969 wohne und arbeite ich im Fürstentum Liechtenstein. Die freiberufliche Tätigkeit als Forstmann und Ökologe für Land und Gemeinden führte in jeden Winkel des Kleinstaates. Die Verbands- funktionen als Geschäftsführer der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umweltschutz (1973—1985) und als Präsident der Botanisch-Zoolo- gischen Gesellschaft Liechtenstein - Sargans - Werdenberg seit 1970 erlaubten es, die Probleme des Natur- und Landschaftsschutzes «an der Front» zu erleben und den Landschaftswandel in diesem Zeitabschnitt bewusster zu erleben. Seit dem Europäischen Naturschutzjahr 1970 war es mir möglich, selbst Daten über den Landschaftswandel zu sammeln. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Wolf Jürgen Reith, Wien, regte an, diese Kenntnisse und Erkenntnisse über einen längeren Zeitverlauf in einen 9
        

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