- 859 - das Wasser sei Lehen der von Fürstenberg vom Abt zu Reichenau , ihr Vater habe es bis zu seinem Tod und sie haben es bis jetzt innegehabt, Konrad von Schellenberg3 solle seinen Anspruch am rechten Ort suchen. Er habe Hüfin- gen14, das Städtlein von ihnen zu Lehen, es liege in ihrer Grafschaft, er aber habe sich Stock und Galgen und das Blutgericht angemasst, habe einen Dieb gefangen gehalten und deswegen sich mit Hans Beck um Geld abfinden müssen, habe von einem achtzig Pfund Strafgeld genommen und für einen Totschlag in der Grafschaft, was zur hohen Gerichtsbarkeit gehöre. Dazu sei er nicht befugt und sie verlangen von ihm Verurteilung und Schadenersatz. Konrad von Schellen- berg3 Hess dagegen antworten, die Stadt sei fürstenbergisches Lehen, die hohe Gerichtsbarkeit hätte seine Vorfahren und er von römischen Kaisern und Köni- gen und er wies auf eine Urkunde von Kaiser Karl15, des Inhalts, Johann und Konrad von Blumberg16 und ihre Erben seien gefreit und ihrem Rat und Gericht zu Hüfingen14 mit dem Recht auf Stock und Galgen und über Haupt und Hals und es sei das sein Erbe von fünfzig Jahren her bis jetzt. Namens der von Fürstenberg2 erklärte Hans Beck, es sei umso schlechter, wenn er in der Grafschaft hohe Gerichtsrechte besitze, das Schiedsgericht solle ihn auffordern, davon zu lassen. Das Schiedsgericht sprach einhellig sein Urteil, beide Seiten seien an den römischen König zu weisen. Konrad von Schellenberg3 klagte aber weiter, dass sie und die Ihren seine Hölzer, die zu Mundelfingen gehören und die in seinen Zwingen und Bännen liegen, worüber er Vogt und Herr sei, abgehauen hätten und er bat um Weisung, auch wegen der Schmych4. Die von Fürstenberg2 Hessen antworten, es sei ihnen unbekannt, dass das Holz denen von Schellenberg gehöre, es habe den Klosterfrauen von Fridenwyler18 gehört laut einer vorgewiesenen Urkunde, das Holz gehöre in den Hof zu Mundelfingen17, dessen Vögte die von Fürstenberg2 seien. - Darauf ergeht der Spruch des Schiedsgerichtes: die von Fürstenberg2 sollen in den Hölzern nichts mehr hauen ohne Zustimmung des von Schellenberg3 und seiner Leute. Über den Streit wegen der Eigenleute und Landsässen erfolgt kein Spruch, da sie sich darüber
        

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