Schutzgesetzes (1977) im Auftrag der Regierung die archäologische Forschung betreut. Während Jahrzehnten hatte der Vorsitzende des Historischen Vereins, gleichzeitig Konservator des Museums, auch die Leitung und Organisation der archäologischen Ausgrabungen inne. Seit der Neubestellung des Vereinsvorstandes im Frühjahr 1986 besteht diese Verknüpfung verschiedener Funktionen mit dem Amt des Vorsit- zenden nicht mehr. In den letzten Jahren haben die archäologischen Grabungen, insbesondere aufgrund der in Balzers angefallenen unauf- schiebbaren Untersuchungen, einen stetig grösseren Umfang ange- nommen. Mit der Anstellung von Dr. Jakob Bill und dessen vertragli- cher Verpflichtung zur Leitung der Grabungen wurde diesem Umstand Rechnung getragen. Mit dem Wegzug von Dr. Bill, aber auch durch den Wassereinbruch in die Luftschutzräume des Liechtensteinischen Gymnasiums im Jahre 1985 ergaben sich neue Probleme für den Historischen Verein. Sowohl aufgrund des Umfangs der Grabungsar- beiten als auch der verfeinerten wissenschaftlichen Methoden konnte die verantwortliche Leitung und Organisation der Bodenforschung nicht mehr dem Vereinsvorstand resp. dessen Vorsitzenden zugemutet werden. Die Betreuung der archäologischen Forschung sollte nach Ansicht des Vorstandes auf eine andere Basis gestellt werden. Die Fürstliche Regierung wurde deshalb um eine Reorganisation dieses Aufgabenbereiches ersucht. Die Regierung bestellte in der Folge auf Vorschlag des Historischen Vereins den Konservator des Liechtenstei- nischen Landesmuseums zum verantwortlichen Leiter der archäologi- schen Forschung in Liechtenstein. Eine definitive Neuregelung soll von der Regierung unter Mitwirkung des Historischen Vereins geschaffen werden. Für den Vereinsvorstand ist eine Zuordnung des Aufgabenbe- reichs «Archäologie» zum Landesmuseum vorstellbar. Innerhalb der Stiftung Landesmuseum wären Mitsprache und Mitbestimmung für den Historischen Verein bereits gesetzlich gewährleistet. Publikations- organ für archäologische Beiträge und Forschungsergebnisse soll das Jahrbuch des Historischen Vereins bleiben. Die vielfältige Problematik liess eine rasche Gesamtreorganisation der archäologischen Forschung im Berichtsjahr nicht zu. Felix Marxer, der in einer Übergangsphase mit einer Unzahl von organisatorischen und personellen Problemen Leitungs- und Koordinationsaufgaben mit viel Geschick und ganzem Einsatz bewältigt hat, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. 401
        

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