Es ist selbstverständlich hier nicht der Platz, um jeden von A. P. Goop vorgestellten Jahreslaufbrauch kurz anzutippen oder gar zu kommen- tieren. Allgemein sei jedoch festgehalten: Obwohl sehr viele Bräuche sich in Form und Gestalt kaum als typisch liechtensteinisch ansprechen lassen, entdeckt man im Detail doch so manches, was anderswo anders abläuft. Dies ist für die Brauchforschung ebenso reizvoll wie die Frage, wann ein Brauch übernommen worden ist und welchen Weg er bei seiner Ausbreitung genommen hat. Wertvoll ist zudem auch festzustel- len, wie ein Brauch sich im Laufe der Zeit in Form und Funktion gewandelt hat. Wenigstens teilweise gilt dies beispielsweise für die Alpabfahrtsherzen - für einmal ein typischer (und nur im Oberland bekannter) Brauch Liechtensteins -, wenn wir erfahren, dass heute die Herzen nicht mehr von den Hirten selbst, sondern in Werkstätten hergestellt werden und dadurch nicht mehr das frühere individuelle Aussehen besitzen. Junge Mädchen schenken ihrem Schatz an Ostern ein rotes, oft mit Verschen verziertes Osterei; das abgebildete schenkte Katharina Hoop ca. 1910 dem Pius Büchel in Ruggell. 387
        

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