- 1611 Diterich meus der moller ain leriungen haist Hainrich flusch (undeutlich) von Bludenz ist nit bürger. - Den 25 Jener 1615 Dietrich meyus moller hat ain Leriung haist Jerg Heissle von schleinss (Schlins) ist nit bürger. - Adi (Anno Domini) den 22 Jener 1617 jars Maister Ditterich meyus der moller hat ain leriungen haist adam gerstler ist bürger.» Wie man sieht, machte die Schreibung des fremden Namens den Handwerkern Schwierigkeiten. Von den namentlich angeführten Schü- lern ist nur Adam Gerstler (Gerster?) in Feldkirch geblieben. Viel- leicht hat er die «Marienkrönung» von Meuss kopiert. Bis jetzt konnte von ihm noch kein Bild gefunden werden, das zum Vergleich dienen könnte. Für einen Vergleich mit dem Originalbild am Kern-Altar in Eschen kommen meiner Ansicht nach zwei Bilder von Dietrich Meuss in Frage: Die «Marienkrönung» vom Epitaph der Altmannshausen in Frommengärsch, 1609, und das Bild vom ehemaligen Tschitscher-Altar in der Friedhofkirche St. Peter und Paul in Feldkirch (früher auf der Epistelseite, jetzt im Depot). Es ist mit DM 1615 signiert und datiert.13 Auf diesem Bild erscheint Christus nach der Auferstehung Maria Magdalena. Im kleinen Bild im Hintergrund, das als «Noli me tangere» («Rühr' mich nicht an!») bezeichnet wird, erkennt man Christus als Gärtner verkleidet. Am wichtigsten dient hier zum Vergleich die Christus-Figur. Er trägt ein mennigrotes Gewand, das in Form einer Tunika über die Achsel gelegt ist. Der Oberkörper ist halb entblösst und lässt das Wundmal auf der Brustseite erkennen. Auch die Wund- male auf Hand und Fuss sieht man. In der linken Hand hält Christus einen Stab mit einer rot-weissen Fahne als Siegeszeichen der Auferste- hung, die Osterfahne. Auf dem Bild am Kern-Altar scheint das Zei- chen ein Zepter zu sein. Auch die Barttracht ist ähnlich. Auffallend sind die Engel mit den kleinen Flügeln. Für den Vergleich mit dem Bild auf dem Epitaph für Joseph von Altmannshausen und seine Frau Eva von Blumenegg (1609) in From- mengärsch konnte ich nur ein schwarz-weisses Foto in der Kunsttopo- graphie des Bezirkes Feldkirch finden. Das Original hängt weit oben über dem Eingang dieser Kapelle. P. Fischer machte in einem Brief auf Kopftypen aufmerksam, beson- ders auf den Engelskopf rechts vom Fuss der Maria (auf dem Bild am Kern-Altar), auf das Farbklima und auf die Wolkenballen. 361
        

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