39) Neuerdings konnte der Tanncnwcdel wieder im Gampriner Seelcin nachgewiesen werden, wo er vielleicht durch Wasscrvögel eingeschleppt worden ist. 40) Die Asphaltierung wurde im Zuge einer Sanierung der alten Landstrassc und künftigen Nutzung als Radweg 1986 gar entfernt. 41) Die Bauernhöfe waren früher von Gehölzen umgeben, insbesondere auf der «Wet- terseite». Die älteren Bauern sagen noch, dass es ohne Bäume «einen Tschopcn kälter» sei, eine Erkenntnis, die sich zunehmend verliert. Heute beklagen sich teils Landwirte bei der Forderung nach Eingrünung von Aussicdlerhöfen. dass das Laub die Dachrinnen verstopfe. 42) Angesichts der weitsichtigen Aussagen wird hier der Bericht auszugsweise abge- druckt. Er hat nichts an Gültigkeit eingebüsst. 43) In Konsequenz sind Menschen der Ballungsräume, mit dem Naturfaktor bereits im Minimum, in der Regel eher umweltsensibilisierter als im ländlichen Raum. 44) In Österreich sei auf die pionierhaften Bemühungen in Niederösterreich verwiesen (siehe MAZEK-FIALLA, 1967). 45) Bei der Durchsicht des Anteils an geteerten Flurwegen innerhalb der einzelnen Gemeinden lässt sich eine gewisse Koinzidenz zwischen geteerten Wegen und dem Sitz von entsprechend spezialisierten Bauunternehmen in diesen Gemeinden erahnen. 46) Erbprinz Hans Adam von Liechtenstein (LIECHTENSTEIN H. A.. von. 1984) bzw. Regierungschef Hans Brunhart (BRUNHART, 1985) setzten sich beispielsweise in Vorträgen vom 13. 3. 1984 vor der Europäischen Studentenvereinigung, Universität Innsbruck (Der moderne Kleinstaat) bzw. am 1. Juni 1985 anlässlich der 27. Intern. Bodensectagung christlicher Politiker in Vaduz (Das Land als Dorf) intensiv mit der Problematik des Kleinstaates, vor allem auch seinen Vorteilen, auseinander. 47) Zahlenwcrte hierüber sind allerdings keine erhältlich. 48) Derartige Appelle waren in den letzten Jahrzehnten allerdings noch eher zu hören als im derzeitigen: «Es ist eine alte Erfahrung, dass das, was beim Staat als Einnahmen leicht hereinkommt, ebenso wieder hinausgeht». (Herbert Kindle. L. Prot., 13./14. LI. 1974). «Unsere politischen Parteien und ihre Mandatsträger werden sich über kurz oder lang nicht der Aufgabe entziehen können, gemeinsam in einer Atmosphäre der Zusam- menarbeit und des heute leider mangelhaften Vertrauens das Steuer herumzuwerfen und aus unserer Anspruchsdemokratie eine Demokratie für anspruchsvolle und verantwor- tungsvolle Bürger zu machen» (Toni Hilti in Liecht. Volksblatt vom 13. 12. 1975. nach BATLINER, 1976). «Masshalten ist letztlich Realpolitik, sich an den Gegebenheiten orientieren. Masshalten heissl jedoch nicht, alles halb tun. Masshalten hat nichts mit Mittelmässigkeit gemein. Manches mag noch mehr unsere Aufmerksamkeit brauchen als bisher. Jedermann aber weiss, dass Selbstbeherrschung viel grösserer Anstrengung bedarf als das Sichgehenlassen» (BATLINER, 1976). 49) Auch von «aussen» wird dies kaum gefördert, im Gegenteil werden liebgewonnene Klischecvorstcllungen eher erhärtet. Auch SCHLAPP (1980) und MATT (1986) verpas- sten als Kenner Liechtensteins diese möglichst objektive Auseinandersetzung mit dem Kleinstaat. 50) Art. 44 des Steuergesetzes sagt in lit. a aus, dass Grundstücke grundsätzlich nach dem Verkehrswert als Vermögen zu besteuern wären. In Wirklichkeit ist dies bei weitem nicht der Fall, im Gegenteil werden teils Bauzonenparzellen weniger hoch als landwirt- schaftlich gewidmete Parzellen besteuert. 51) Wohnbauförderung (FÜRSTLICHE REGIERUNG. 1983) kann danach jeder voll- jährige liechtensteinische Staatsbürger beanspruchen, der nachweisen kann, dass er das 296
        

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