anderer Nutzungsinteressen und eine Konfrontation und Konfliktbe- reinigung mit den Anliegen des Natur- und Landschaftsschutzes fanden bisher auf Landesebene nicht statt, wären aber, wie konkrete Beispiele (vgl. Abb. 133) zeigen, dringend notwendig. Bis anhin haben sich ohne diese wichtigen Argumentationshilfen Partikularinteressen noch leich- ter durchgesetzt, als dies wohl in einer Gesamtschau möglich gewesen wäre. Die Gemeinde Mauren besitzt beispielsweise gemäss landwirtschaftli- cher Eignungskarte (1985) nur sehr wenig ackerfähigen Boden. Dieser liegt, wie die Ortsplanung der Gemeinde zeigt, im wesentlichen in der heutigen Industriezone. In Konsequenz sind oder werden die fruchtba- ren Böden dieser Gemeinde überbaut und somit der landwirtschaftli- chen Nutzung vorenthalten. Eine Konfliktbereinigung «landwirtschaft- liche Eignung» mit den Anliegen der «Industrie und des Gewerbes» fand nie statt. Ergebnis ist eine kaum gewünschte Entwicklung. 7.7 FORDERUNG NACH EINFÜHRUNG EINER PERMANEN- TEN RAUMBEOBACHTUNG AUF LANDESEBENE Liechtenstein stellt ein übersichtliches Staatsgebilde dar, dennoch feh- len viele umweltrelevante Daten. Die Erfüllung der vielfältigen Aufga- ben der Raumplanung und des Natur- und Umweltschutzes setzen aber Kenntnisse über den Stand und die laufende Veränderung der Boden- nutzung und der räumlichen Ordnung voraus. Mit den vorliegenden Statistiken und Informationen zu Einzelaspekten der räumlichen Ent- wicklung ist diese Forderung noch nicht erfüllt. Mittels einer institutio- nalisierten Raumbeobachtung könnten negative Entwicklungstenden- zen rascher erkannt und notwendige Massnahmen aufgezeigt werden. Gezielte Massnahmen können die Entwicklung in der Folge lenken. Für den Aufbau einer Raumbeobachtung FL sei auf die Vorarbeiten in der Schweiz verwiesen (EIDG. JUSTIZ- UND POLIZEIDEPARTE- MENT 1983, ELSAESSER 1985, DANIELLI 1986). 286
        

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