verschiedenartigen Flyschen, der im Norden des Landes bis gegen 1500 m ü. M. ansteigt. Auf diese Flyschzone wurden die ostalpinen Gesteinsmassen aufgeschoben, die in Liechtenstein endeten. Wir ste- hen so am Stirnrand mächtiger geologischer Werke. Die damit verbun- dene mechanische Beanspruchung der Gesteinsmassen führte zu star- ken Verfaltungen. Quetschungen und Rissen. Dies erklärt die grosse Brüchigkeit der Gesteine der liechtensteinischen Bergwelt und die damit verbundene starke Erosionstätigkeit mit dem Aufbau der gewal- tigen Schuttkegel, die weit ins Rheintal hinausragen (vgl. Abb. 3 mit Quaderholzrüfe bei Vaduz). Die über der Flyschzone lagernden Dek- ken der ostalpinen Formation werden vorwiegend aus Kalken und Dolomiten (Hauptdolomit im Dreischwesternmassiv, «Zigerberg», «Galinakopf» und «Ochsenkopf») aufgebaut. Silikatische Gesteine treten in Liechtenstein nur vereinzelt und lokal sehr begrenzt auf (z.B. Buntsandstein im Bereich «Heubühl»-Triesenberg, Granitspäne beim «Bettlerjoch»). Damit sind in Liechtenstein vier grosse Entwicklungsstufen im geologi- schen Bild festgehalten: die ältere, die Trias, mit ihren Gliedern vom Buntsandstein bis zum Hauptdolomit, die den mittleren und östlichen Landschaftsteilen die Prägung geben; das mittlere Glied, der Jura, besonders als Malm ausgebildet, der den oberen Bau des «Falknis» (2451 m) formt; die bereits erwähnte helvetische Kreide mit den Querriegeln Eschner- und Fläscherberg und schliesslich der Flysch, der im Bereich «Bargella» bis über 1700 m Höhe reicht (vgl. Abb. 4, vereinfachte tektonisch-geologische Karte). Der Einblick in den Gebirgsaufbau ist allerdings auf weite Strecken durch jüngere Ablagerungen verschleiert, wobei der Rhein und sein eiszeitlicher Vorgänger, der Rheingletscher, als wichtigste nachfor- mende Kräfte anzusehen sind. Die mächtigen Eisströme der Eiszeiten lagerten auf grossen Flächen weither gebrachtes Gesteinsmaterial als Moränen ab. Spuren des Rheingletschers sind heute noch bis rund 1000 Höhen-Meter über dem Rheintal in Form von erratischen Blöcken zu finden. An der Südost- flanke des Eschnerberges lehnt sich eine eigentliche Hügellandschaft an, die aus einer Gruppe von langgezogenen Geländerücken besteht (vgl. Abb. 5). Es handelt sich hierbei um echte Drumlins, also subglaziale Stromli- nienkörper, die innerhalb der End- und Seitenmoränen eines Armes 31
        

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