diese Prozesse. Weil der Bodenhorizont sinkt, müsste in Konsequenz alle 20—30 Jahre die gesamte Drainage-Einrichtung erneuert, das heisst tiefer in den Boden gelegt werden, denn die Entwässerungsrohre gelangen in die Nähe der Bodenoberfläche. Da ein Tieferlegen der Drainagen nur so lange möglich ist, als ein minimales Gefälle des Rohrstranges zu den Abflüssen vorliegt, ist bald die Notwendigkeit des Pumpens gegeben. In allen Entwässerungsgebieten auf Torfboden stellt sich somit die Notwendigkeit der Zweitentwässerung, weil sich zunehmend Grund- wasser- wie Tagwasservernässungen einstellen. Die Wassertümpelbil- dungen nach stärkeren Niederschlägen sind vor allem auch auf starke Bodenverdichtungen durch schwere Zugmaschinen zurückzuführen. Im dichteren, härteren Boden kann das Regenwasser nicht in die Humusschicht eindringen, d.h. es muss an der Bodenoberfläche abfliessen. Die mangelnde Zufuhr von Wasser lässt den Humusgehalt sinken, die Krümelstruktur und Durchlässigkeit des Bodens wird gestört. Dadurch stellen sich mangels intakter Boden-Kleinlebewelt früher oder später Fruchtbarkeitprobleme ein. Hierzu trägt eine unan- gepasste Bewirtschaftung dieser Problemböden wesentlich bei, indem auf die Bodeneignung bisher zu wenig Rücksicht genommen wurde. Vor allem der Maisanbau stellt eine für Problemböden ungünstige Tab. 25: Silomaisanbau in Liechtenstein (in Aren) Jahr 
Silomais Silomais u. Körnermais 1965 
8 192.0 1969 
20 804,0 1973 
39 869,1 1974 
40 723,4 1975 
30 772,3 35 896,3 1976 
35 484,4 40 227,0 1977 35 043,8 
40 737.8 1978 
39 798,3 45 835,9 1979 41 817,8 
50 598,2 1980 40 289,5 44 962.5 1981 
41 551,0 
44 928,0 1982 
42 779.0 46 666,0 1983 45 648,0 
51 485,0 1984 
58 207.0 65 649,0 1985 
50 219,0 56 235,0 Quelle: Rechenschaftsbericht der Regierung des Fürstentums Liechtenstein an den Hohen Landtag für die Jahre 1965-1985. 261
        

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