er an, diese Form der Förderung zu überprüfen und vor allem auch die Mittel- und Kleinbetriebe sowie Nebenerwerbslandwirtschaft zu begünstigen. Des weiteren wies er darauf hin, dass für den Bezug von Subventionen für Aussiedlungen zwar die liechtensteinische Staatsbür- gerschaft verlangt würde, jedoch keinerlei Befähigungsnachweis für den Beruf und den Betrieb eines Millionenunternehmens57. FRICK (1965) forderte zudem bereits früh ein Pachtgesetz, welches bisher nicht verwirklicht wurde. Viele Pachtverträge basieren heute nur auf mündlicher Vereinbarung. Betrachtet man zudem die einzelnen Betriebs-Standorte, so fällt vor allem im Räume Vaduz und Triesen auf, dass die nötigen Bodenflächen durch Industriezonenausweitungen bereits wieder in Frage gestellt sind (vgl. Abb. 125). «Die vor kurzer Zeit noch bewunderten, technisch perfektionierten Grossbauernhöfe muten wie Mahnzeichen einer fehlgeleiteten Agrarpo- litik an. In ihrem Innern enthalten sie krisenanfällige und wenig flexible Maschinerien. Sie sind auf Energien und Futtermittel aus Importen angewiesen. Ein Instrument der Kriegsvorsorge sind sie damit ebenso- wenig wie eine Zierde der Kulturlandschaft ... Alternativen zu diesen wirtschaftspolitischen und ökologischen Irrwegen beschäftigen nicht nur einst belächelte Einzelgänger, sondern auch landwirtschaftliche For- schungsanstalten des Bundes und die Verbände (Dr. David Meili in: «Renovation von alter Bausubstanz: vom Hof zur modernen Fabrik?», Schweizer Lexikon Bauernhäuser, Das Gelbe Heft). 6.3.2 DER EINFLUSS VON MELIORATIONEN UND BISHERI- GER LANDTECHNIK AUF NATUR UND LANDSCHAFT 6.3.2.1 DIE RAHMENBEDINGUNGEN Nach dem Gesetz vom 25. September 1981 über Bodenverbesserungen (LGBl. 1982, Nr. 20) 
sind «Bodenverbesserungen Massnahmen oder Werke, die den Zweck haben, die Ertragsfähigkeiten des Bodens zu erhalten, zu steigern oder wiederherzustellen sowie seine Bewirtschaf- tung zu erleichtern». In Liechtenstein wurden in den vergangenen 25 Jahren (1960—1985) immerhin ca. 19,25 Mio. Fr. (ohne lndexierung) in Meliorationen und Bodenverbesserungen investiert58 (Quelle: Stat. Jb. 1985 und Rechenschaftsbericht der Regierung 1985), wobei es sich bei den Kosten im wesentlichen um Drainagen, Pumpwerke und Wegbauten handelt. Im Bericht und Antrag der Fürstlichen Regierung 258
        

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