ha (vgl. Abb. 123). 1983 wurden auf Antrag im Parlament die Natur- schutzgebiete explizit aus dem Aussiedlungs-Perimeter herausge- nommen. Mit Stand Januar 1986 bestehen insgesamt 39 geförderte Aussiedler- höfe. Die Regierung förderte so das landwirtschaftliche Bauwesen inkl. Zinsendienst seit der Gesetzeseinführung 1962 mit mehr als 20Mio Fr., so 1980 sFr. 1 199 688,00 1983 sFr. 1 519 567,10 1981 sFr. 1 694 429,95 1984 sFr. 1 487 889,65 1982 sFr. 1 281 835,00 1985 sFr. 1 679 211,05 Das Landwirtschaftsamt gibt die durchschnittliche Grösse eines Aus- siedlerhofes mit rund 20 ha an (Landesdurchschnitt der Bauernbe- triebe im FL 16 ha). Nur ein Hof im Lande kann sich auf ca. 60% Eigenboden stützen, alle anderen Höfe aber wirtschaften mit 80-100% Pachtland. In den Gemeinden Schaan, Mauren, Eschen und Gamprin ist dies vorwiegend Gemeindeboden im Gesamtausmass von ca. 1000 ha (vgl. LINGG, 1964), der neu in der Regel mit 10-jährigen Pachtverträgen abgesichert ist. In den übrigen Gemeinden überwiegen private Pachtverträge, die fast immer mündlich abgeschlossen und jederzeit kündbar sind. Der mittlere Pachtpreis beträgt 15-20 Rappen/Klafter (420-550 Fr./ ha). Die herrschenden Bodenpreise in der Landwirtschaftszone begin- nen bei Fr. 30,00 pro Klafter, es werden aber auch Preise von 150-250, ja bis 500,00 Fr./Klafter in der Landwirtschaftszone bezahlt55, wobei an derartigen Käufen auch die Gemeinden beteiligt sind und damit den Erwartungsdruck für Bauzonenerweiterungen noch schüren. In der Festschrift zur Hundertjahr-Feier (1885-1985) des Liecht. Bauernverbandes wird zur Förderung des landwirtschaftlichen Bauens festgestellt: «Es muss festgehalten werden, dass diese Unterstützung der Abb. 124: Die bäuerlichen Betrie- be nehmen immer mehr die Form von industriellen Betrieben an. 252
        

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