Dieser Mechanismus der Verlagerung lässt sich im übrigen heute nicht mehr fortsetzen, da auch die bisher nur extensiv genutzten Gebiete ausserhalb der bestehenden Schutzgebiete weitestgehend ausgenutzt sind (vgl. Kap. 5.4) und damit das Expansionspotential auf Kosten der vielfältigen Naturressourcen weitgehend ausgeschöpft ist. Künftige Kulturlandverluste können somit kaum mehr durch Intensivierung wettgemacht werden. 6.3.1 DAS LANDWIRTSCHAFTLICHE AUSSIEDLUNGS- WESEN 6.3.1.1 DIE GESETZLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN Zur Förderung landwirtschaftlicher Aussiedlungen wurde am 30. Januar 1962 ein Gesetz (LGBl. 1962, Nr. 8) erlassen, welches die staatlichen Subventionen und Rahmenbedingungen für das landwirt- schaftliche Bauwesen regelt. Neben dem Aussiedlungswesen ermög- licht dieses Gesetz auch die Förderung ausbaufähiger Betriebe im Dorfgebiet, wobei aber damals der Schwerpunkt in der Aussiedlung gesehen wurde, denn OSPELT (1964) 
meinte, «der Ausbau der Betriebe im Dorf gebiet ergibt bestimmt schwerere Probleme als bei den eigentlichen Siedlungsbetrieben. Hier können nur solche berücksichtigt werden, denen eine Aussiedlung in keinem Fall zugemutet werden kann» (z. B. infolge zu hohen Alters des Betriebseigners). In der Neufassung des Gesetzes vom 10. Juli 1975 über die Förderung des landwirtschaftli- chen Bauwesens (LGBl. 1975, Nr. 48) werden gemäss Art. 
1 «im Interesse einer rationelleren Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Bodens und zur Verbesserung der Selbstversorgungsbasis sowie zur Erhaltung eines gesunden Bauernstandes» abgestuft erhöhte Förderun- gen für den Bau resp. die Verlegung von Aussiedlerhöfen sowie für die notwendige Sanierung bestehender Siedlungsbauten in Aussicht gestellt54. Das Gesetz sieht zudem in Art. 1, Abs. 3, eine Begrenzung des geförderten Aussiedlungsgebietes gemäss der dem Gesetz inte- grierten Karte vor. Dieses Aussiedlungsgebiet umfasste 1975 rund 1580 ha Fläche und stützte sich im wesentlichen von Norden nach Süden auf das Ruggeller- und Schellenberger Riet, das Maurer Riet, Teile des Schaaner-, Gam- priner-, Eschner- und Vaduzer Rietes, kleinere Einheiten südlich und nördlich von Vaduz und Triesen sowie drei Teilflächen in Balzers. 250
        

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