- Schwalben beschaffen sich auf unbefestigten Wegen ihr Material für den Nestbau. Mit der Befestigung der Wege geht ihnen zunehmend dieses Baumaterial verloren. - Neuere Untersuchungen (z.B. MADER u. PAURITSCH, 1981) zeigen, dass befestigte Wege - auch kleinerer Dimension - den ökologischen Austausch, d. h. Wanderungen der Kleintiere, unter- binden. Biotope verinseln damit immer mehr, was den Zusammen- bruch einzelner Populationen fördert. - Befestigte Wege tragen zum Versiegelungseffekt in der Landschaft bei, weil hier nichts versickern kann. Sie fördern damit den Spitzen- abfluss in die Vorfluter. Diese müssen darum weiter ausgebaut werden, was hohe Investitionen bedingt. Bei starken Regenfällen sind auch Erosionsschäden am Kronenrand und an Böschungen zu befürchten. - Der Erholungswert für Wanderer sinkt durch befestigte Wege beträchtlich. Es ist allgemein bekannt, dass das Wandern auf natur- näheren Wegen physiologisch gesünder ist. Die Befestigung der Flurwege wird mit bedeutsamen öffentlichen Mitteln gefördert, nicht jedoch deren Unterhalt. Eine solche Subven- tionspraxis sorgt dafür, dass zunehmend Feldwege befestigt werden. Die Forderung nach einer Befestigung der Wege wird auch zusehends mit einer notwendigen Radwegtauglichkeit begründet. Die modernen Fahrräder, vor allem Rennräder, sind vorwiegend mit dünnen Collies ausgerüstet, welche besonders defektanfällig sind. So wurde 1983 der letzte 700 m lange Abschnitt des Rheindammes unterhalb von Ruggell im Zuge einer grenzüberschreitenden Radwegverbindung mit Kosten von sFr. 60 000.- bis zur Staatsgrenze geteert. 239
        

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