5.3.9.8 KRITISCHE WÜRDIGUNG DES FLURGEHÖLZ- RAHMENKONZEPTES UND SEINER UMSETZUNG ERKENNTNIS DER ÖKOLOGISCHEN KRISE ALS AUS- GANGSLAGE Es bestätigt sich auch hier, dass es einer Verknappung an Ressourcen bedarf, bevor eine gewisse Sensibilisierung und Bereitschaft für ein Handeln eintritt. Erst wenn sich aus ökologischer Sicht krisenhafte Symptome abzeichnen, werden Handlungsschritte möglich43. Die Rah- menbedingungen im Alpenrheintal, als Anstoss für das Flurgehölz- Programm, waren die speziellen lokalklimatischen Bedingungen mit starken Windeinwirkungen in der zunehmend offenen Tallandschaft sowie die klimatischen Extremjahre anfangs der 1940er Jahre, die zur Bodenoberflächen-Austrocknung mit Windverfrachtung führten. GÜNSTIGE METHODISCHE UND ORGANISATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN Im Falle Liechtensteins wurde das Gesamtkonzept erstaunlich konse- quent durchgezogen. In den Jahren 1947 bis 1984 wurden so vom Land Liechtenstein sFr. 1 371 853,50 (Jahresschnitt sFr. 36 101,40) für diese Windschutzpflanzungen zur Verfügung gestellt, wobei die Gehälter der festangestellten Mitarbeiter der ausführenden Windschutztruppe nicht berücksichtigt sind. Der Erfolg des Programmes ist vor allem auch in den organisatorischen Rahmenbedingungen zu suchen. Die Realisierung wie Pflege der Gehölze wird vollständig vom Staat übernommen. Hierfür ist eine Amtsstelle mit der Beschäftigung einer zuständigen Equipe vorhanden. Das Vorliegen eines langfristigen Konzeptes erleichtert die Übersicht, die Arbeitseinteilung mit dem Setzen von Prioritäten sowie die Konti- nuität der Arbeiten. Nicht zuletzt sind es schliesslich Persönlichkeiten, die mit ihrem Beharrungsvermögen den langfristigen Erfolg gewährlei- sten. ERSTE PFLANZUNGEN UNTER DEM ZEICHEN DES WIND- SCHUTZES Die Anfänge des Projektes sind im Versuch der Abbremsung der starken Winde zu sehen. Inspiriert durch die pionierhaften Arbeiten NAEGELIS (1941, 1943, 1946, 1965) und später aufbauend auf den 231
        

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