Das Projekt wollte eine konsequente Staffelung der Windschutzstrei- fen über das ganze Rheintal erreichen. Für die Verwirklichung des Projektes wurde eine Zeitspanne von 15-20 Jahren angegeben. Das ambitiöse Projekt nahm allerdings auf die herrschenden Besitzverhält- nisse kaum Rücksicht, wäre doch viel Privateigentum durch das Pro- jekt berührt worden. Dadurch wurde ganz offensichtlich der Start der Wiederbegrünung um einige Jahre verzögert. 5.3.9.4 KONSEQUENTER FLURGEHÖLZANBAU AB 1949 Aus dem Archiv des Landesforstamtes kann die Geschichte der Anlage des ersten Windschutzstreifens nachvollzogen werden: Aus einem Amtsvermerk der Rüfebauleitung geht 
hervor: «Bei der Rüfebegehung vom 22. April 1947 in Nendein erklärt sich die Gemeindevorstehung Eschen bereit, die Feldgasse Rossrietli vom Wächterhaus bei der Nend- lerrüfe gegen Westen laufend, zur Anpflanzung für einen Windschutz- streifen zur Verfügung zu stellen. Vaduz, 24. April 1947, gez. die Rüfebauleitung: L. Wächter.» In der Landesrechnung 1947 erschien auch erstmals ein Ausgabeposten von Fr. 9000.- für Windschutzpflanzen auf, was wohl auf die Errich- tung eines Pflanzgartens (vorher Erlengarten für die Rüfebauleitung) zurückzuführen ist. 1948 erteilte die Regierung dem Forstamt den Auftrag, den gesamten Fragenkomplex der projektierten Windschutzstreifen aufzugreifen, zu studieren und die Projektverwirklichung möglichst unverzüglich in die Wege zu leiten. Der damals bestellte Forstmeister Eugen Bühler erhielt den Auftrag, angesichts der Tragweite und Kosten des Projektes dieses dem Hohen Landtag vorzustellen, was in der Sitzung vom 20. Dezember 1948 geschah (vollständiger Referatstext in den Ausga- ben des Liechtensteiner Vaterlandes in drei Folgen, Nr. 12, 13 und 14 vom 12.2., 16.2. und 19.2. 1949). Mit Schreiben vom 11. März 1949 beauftragt die Rüfebauleitung den Schaaner Waldhirten Josef Konrad wie 
folgt: «Der erste Windschutz- streifen soll westwärts des Wächterhauses bei der Nendlerrüfe angelegt werden. Es sind dazu bereit zu stellen: 300 Stück Eschen 15—20 Stück Birken 1000 Stück Sträucher (Weissdorn, Hartlider, Pulverholz, Gaisblatt, Liguster, sträucherartige Weidenarten usw.). 221
        

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