6. Sämtliche Anpflanzungen der Schutzstreifen und Einzelpflanzen sol- len unter Aufsicht des Forstamtes geschehen. Zunächst wird es nun unserem Vereine obliegen, die im Rietgebiete begüterten Gemeinden für diese Vorschläge zu interessieren und sie zur Anlage der bespro- chenen Schutzpflanzungen zu bewegen in der Voraussicht, dass auch das Land den nachzusuchenden Kostenbeitrag nicht verweigern wird. Während das Obstbaumprogramm (vgl. Kap. 5.2.3.2) offensichtlich voll verwirklicht wurde, ist von den weiteren Pflanzungen mit einhei- mischen Gehölzen in den folgenden Mitteilungen nichts mehr ver- merkt. Letztere dürften wohl grösstenteils unterblieben sein. Nur die ersten gestaffelten Föhren-Windschutzstreifen im «Fläscher Riet» in Balzers, zur Brechung des Föhns von der Luziensteig her angelegt, müssen ebenfalls in dieser Zeit entstanden sein. Nach Auskunft von Vorsteher Emanuel Vogt (pers. Mitt.) war der damalige Posthalter E. Wolfinger in Balzers, der das Forststudium an der ETH Zürich absolviert haben soll, hierfür verantwortlich (vgl. Abb. 106). In den Mitteilungen des liechtensteinischen landwirtschaftlichen Ver- eins erscheint nochmals 1907 ein Plädoyer gegen das Ausroden von Hecken: «Noch viel wichtiger ist der Umstand, dass durch das Ver- Abb. 106: Blick auf Balzers mit den vier gestaffelten Windschutzstrei- fen in Richtung Luziensteig, welche zu Beginn des 20. Jhs. gegen den Föhn angepflanzt worden sind. 216
        

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