ZERFALL DER ALTEN MAUERSTRUKTUREN «Einfänge und Abgrenzungen aus Steinen, Hölzern und lebenden Pflanzenteilen waren über Jahrtausende hinweg die unverwechselbare, lineare Spur des wirtschaftenden Menschen in der Kulturlandschaft. Der Materialreichtum der Landschaft einerseits und die findige Art des Menschen, daraus mit Konstruktionslust und Werkfreude etwas Sinnvol- les zu machen andererseits, führte selbst bei gleicher Baustoff- und Zweckvorgabe nur zu ähnlichen Ergebnissen, die Freiraum für Eigenart Hessen» (HERINGER, 1981). Zäune und Einfriedungen prägen in hervorragender Weise Gesicht und Gefüge einer Landschaft mit. Am linken Wegrand bestehen auf rund 200 m Länge noch Mauerfragmente, die sich bruchstückhaft später noch fortsetzen. Die Art der Einfassung erinnert etwas an ähnliche Landschaftsstrukturen im Jura, im nordenglischen Seenbezirk und Peak-District, wie auch an Mauer-Landschaften auf der Baleareninsel Menorca. Sie weisen teils, obwohl geographisch weit voneinander entfernt, ähnliche Bautypen auf. Der interessante Mauertyp, von dem noch rund 20 m intakt sind, ist ca. 100 cm hoch, schliesst die Mauer- krone mit einem auf die Schmalseite aufgestellten Abschlussstein ab Abb. 95: Mauerfragment mit aufgestellten Abschluss-Steinen 201
        

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