Neben grösseren Kapellen finden wir in Liechtenstein eine ganze Reihe von kleineren Bauwerken, die in ihrer Kleinstform in den Bildstock übergehen. Von diesem Flurdenkmaltyp gibt es nach Werner OSPELT (1968) über 50 verschiedene Ausführungen im Lande. Im Völksmund tragen sie die Bezeichnungen «Kappile», wobei ein solches eine Kleinstkapelle ebenso wie einen Bildstock mit Dach darstellen kann. Die heimischen Bildstöcke verraten in ihrer Ausführung und ihrem Erscheinungsbild, wie SCHMEISSNER (1979) mit Recht fest- stellt, Geschmack und im wesentlichen eine einheitliche künstlerische Linie. Zumeist waren die früheren Erbauer Bauern oder Handwerker. Es handelt sich hierbei um Erinnerungsmale an Pest und andere Krankheiten, Unglücksfälle. Dank und Sühne sowie Zeichen der Mut- tergottes- und Heiligenverehrung. Die bewussten beiden Bildstöcke sollen nach dem glücklichen Abschluss der unseligen Hexenprozesse errichtet worden sein. Die Denunzianten in Triesen wohnen nach der Sage als «Tobelhocker» im nahen Lawenatobel. Dieser armen Seelen wollten sich einige Triesner angeblich erbarmen und erstellten nächst der Gemeindegrenze zu Balzers, ausserhalb des Tobels, an der damali- gen Landstrasse Triesen-Balzers, ein Bildstöckchen. Dessen Öffnung Abb. 91: Fromme Zeichen entlang der alten Landstrasse 197
        

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