5.3.6.8 AUSBLICK Die vorliegende Datenauswertung ergibt somit insgesamt eine recht ungünstige Beurteilung des ökologischen Zustandes der Gewässer für den liechtensteinischen Rheintalraum, dies im Gegensatz zur verbes- serten Wasserqualität. In diese Betrachtungen ist der heutige Aspekt des Alpenrheins nicht miteinbezogen. Die hohen Dammstrukturen wirken sich stark land- schaftsprägend aus. Im Zuge der Diskussionen von vier Rheinkraft- werkstufen im Abschnitt St. Gallen-Liechtenstein regte SCHLEGEL (1986) eine Neugestaltung des Rheinlaufes an. Danach sollen das öffentliche Eigentum und die angrenzenden Galeriewälder derart umgestaltet werden, dass der Alpenrhein wieder vermehrt seinem einst natürlichen Erscheinungsbild entspräche. In dieses Gesamtkonzept könnte nach SCHLEGEL (1986) eine Wasserkraftnutzung miteinbezo- gen werden. 5.3.7 VERÄNDERUNGEN DER KULTURLANDSCHAFT 5.3.7.1 FLUR- UND ORTSNAMEN ALS RELIKTE DER EINSTI- GEN NATUR- UND KULTURLANDSCHAFT Flur- und Ortsnamen spielen eine wichtige Rolle in der Mensch- Landschaft-Beziehung. Diese Namen beschreiben frühere Naturver- hältnisse oder geben Hinweise auf spezielle Bewandtnisse in der Land- schaft, die oft auch mit dem menschlichen Wirken verbunden sind. Im Liechtensteiner Rheintal mit seinen einst reich vernetzten hydrologi- schen Strukturen geben uns die Flur- und Ortsnamen vor allem Aus- kunft über diese naturräumlichen Verhältnisse. Die Namen wurden von den darin wohnenden und arbeitenden Menschen gegeben und überdauerten so häufig die Landschaftsveränderung. In einer Arbeit über die Flur- und Ortsnamen des liechtensteinischen Rheintalraumes mit Bezug zu Feuchtgebieten konnten über 500 einschlägige Namen erfasst werden (BROGGI, 1984). Die überwiegende Mehrheit der in dieser Arbeit behandelten Flurnamen sind allerdings durch den Land- schaftswandel sinnleer geworden. Heute lassen sich häufig ehemalige Begebenheiten nur noch mit der alten Landkarte und den Flurnamen wieder ablesen, denn durch die Banalisierung der Landschaft ist heute vieles im Gelände nicht mehr verständlich. Der Flurname wird so zum Relikt auf der Landkarte, der von verschwundenen Orten wie vom 190
        

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