ven wie qualitativen Verarmung an Gewässerstrukturen bei. Ein tech- nisch einzig auf Hochwasserschutz ausgerichteter «harter» Wasserbau fügte den verbliebenen Fliessgewässern durch Einschalungen erhebli- che biologische Verluste zu (vgl. Abb. 75, lebensfeindliche Bachver- bauungen in Liechtenstein). Hierzu kam eine sich zunehmend ver- schlechternde Wasserqualität. So sind viele der einst in Liechtenstein beheimateten Wassertiere ausgestorben, z.B. die einst verbreiteten Flussmuscheln14 (FRICK, 1950, Artzuweisung nicht mehr möglich), wie auch die Flusskrebse (vgl. BUETTIKER, 1980); wahrscheinlich kam im Rheintal einst der 
Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes) vor. Angeregt durch ein Kolloquium über die Zwischenergebnisse eines Bach-Inventares im schweizerischen Kanton Aargau vom 8. Februar 1983 an der Universität Zürich (GLOOR, 1984) und die gleichzeitig anlaufende Informationskampagne des Europarates35 «Schutz den Ufern» wurde im Auftrag des FL-Gewässerschutzamtes, nach entspre- chenden Vorarbeiten der Liechtensteinischen Gesellschaft für Umwelt- schutz (LGU), eine Bestandesaufnahme im Talraum des Fürstentums Liechtenstein durchgeführt (BROGGI, 1985). 5.3.6.3 METHODIK UND INHALTE DER BESTANDESAUF- NAHME Das liechtensteinische Inventar sollte den ökologischen Zustand von Gewässern - Fliessgewässer ohne Alpenrhein, aber mit stehenden Gewässern - mit Hilfe relativ einfacher im Feld zu kartierender Kenn- grössen erfassen. Aufbauend auf den Ergebnissen sollten Vorschläge zur Neugestaltung der Gewässer unterbreitet werden. Um eine vergleichbare Auswertung zu ermöglichen, wurde nach reprä- sentativen Parametern für stehende wie fliessende Gewässer gesucht. Aus der Palette der Kenndaten (vgl. Abb. 77) wurden die weiter unten angeführten Kenndaten ausgewählt (vgl. auch Tabellen 16 und 17). Von den Fliessgewässern wurden so folgende landschaftsrelevante Kenndaten erhoben: Breite des Gewässers (0—0,5 m, 0,5 — 1,0 m, > 1 m) Ausbau des Fliessgewässers - natürliches, unverbautes Fliessgewässer - teilweise verbaut (kanalisiertes Fliessgewässer, natürliche Gewässer- sohle), 170
        

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