Zungskonflikten dargestellt (z.B. BOEHM. 1980 oder VOEGELI, 1980) und schliesslich einschlägige Wegleitungen erlassen (u.a. BIN- DER, 1979, für Bayern; EIDG. VERKEHRS- UND ENERGIE- WIRTSCHAFTSDEPARTEMENT, 1982, für die Schweiz; ÖSTERR. WASSERWIRTSCHAFTSVERBAND, 1984, für Österreich). Paral- lel dazu folgen in logischer Konsequenz Vorschläge für Renaturierun- gen von Fliessgewässern, so als 
erstes im norddeutschen Raum (z.B. DAHL, 1976). Es werden Bewertungskriterien für den ökologischen Zustand von Fliessgewässern (z. B. BAUER, 1971 und 1985, FREESE u. VAHLDIECK, 1983, SCHILTER, 1984) und erste diesbezügliche Inventare bzw. Untersuchungen im österreichischen Bundesland Salz- burg in Form eines Fliessgewässerkatasters (Beurteilung von Fliessge- wässern aus landschaftsökologischer Sicht, STUEBER et al., 1982) sowie im schweizerischen Kanton Aargau (GLOOR, 1983 und 1984) vorgelegt. Das jeweilige ungünstige ökologische Ergebnis solcher Bestandesauf- nahmen bewirkte vor allem, dass sich die privaten Naturschutzver- bände vermehrt der Problematik annehmen (z.B. in der Schweiz: SBN-Merkblatt, BROGGI, 1983b; in der BRD: DEUTSCHER NATURSCHUTZRING E.V., o. D.; in Luxemburg: MINISTE- RIUM FÜR LANDWIRTSCHAFT, WEINBAU, WASSER- UND FORSTWIRTSCHAFT. 1984; sowie in Österreich: ÖSTERR. BUN- DESINSTITUT FÜR GESUNDHEITSWESEN, 1985). 5.3.6.2 AUSGANGSLAGE IM LIECHTENSTEINISCHEN TAL- RAUM Der Talraum des Landes war, wie die Ausführungen unter 2.4 belegen, einst weitgehend versumpft und einer intensiveren Nutzung dadurch lange entzogen. Die über 500 in Liechtenstein belegten Flur- und Ortsnamen des Talraumes mit Feuchtgebietsrelevanz (vgl. Kap. 5.3.7.1) vermögen dies auch indirekt zu belegen (BROGGI, 1984). Mit der Eindämmung des Rheines, dem Binnenkanalbau sowie den nachfolgenden Grundwasserabsenkungen durch starke Kiesbaggerun- gen in der Rheinsohle, waren die Rahmenbedingungen für stärkere Kultivierungen gegeben (vgl. Beispiel nördl. von Ruggell, Abb. 74). Im einzelnen trugen so die landwirtschaftlichen Meliorationswerke, aber auch die starke Siedlungsentwicklung mit Verrohrungen und die Quellfassungen zu Trinkwasserzwecken im Hangbereich zur quantitati- 167
        

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