die einjährigen Temperaturmittel der entsprechenden Monate (Tempe- raturangaben von Sargans bzw. Bad Ragaz) mit den liechtensteini- schen Hasenabschüssen verglichen. Ergänzend dazu wurden die fünf- jährigen Niederschlagsmittel der Monate April, Mai, August u. Sep- tember (Säugezeiten der bezüglich des Überlebens problematischen Würfe) berechnet (vgl. Abb. 59, Hasenabschüsse und Witterungsein- flüsse). Die Verminderung der Hasenpopulation muss demnach mit Umwelteinflüssen korreliert sein. Interpretation zu Abb. 59: Grundlagen (Liechtensteinische Daten): Langjähriges Temperaturmittel der Monate März, April, Juni und August: 12,0 Grad. Langjähriges Mittel der Niederschläge der Monate April, Mai, August und September: 100,7 mm. Langjähriges Mittel der Hasenabschusszahlen: 62,8 Stück/Jahr. Einteilung des gesamten Zeitabschnittes (1925—1983) in vier Perioden aufgrund der signifikanten Sprünge bei der Zahl der Abschüsse. Folgende Perioden wurden bestimmt: 1925-1940, 1941-1954, 1955-1971 und 1972-1983. Auffällig ist zunächst die Verdoppelung der Abschüsse in der Periode 1941—1954 gegenüber dem langjährigen Mittel. Eine Erklärung liefern die günstigen Witterungsbedingungen. Mit 12,6 Grad liegen die Temperaturen in dieser Periode deutlich über dem langjährigen Mittel von 12 Grad, während die fünfjährigen Mittel der Niederschläge ebenso deutlich unter dem langjährigen Mittel von 100,7 mm für die Monate April, Mai, August und September liegen. Die anderen drei Perioden liegen mit Temperaturmittelwerten für die entsprechenden Monate von 11,7 Grad (1925-1940), 11,8 Grad (1955-1971) und 11,9 Grad (1972-1983) unterhalb des langjährigen Mit- tels. Auffällig ist nun, dass trotz geringfügig günstigerer Temperaturen in den letzten beiden Perioden die Hasenabschüsse mit 33,4 bzw. 32,8 Stück pro Jahr deutlich unter der Abschussquote der Periode 1925 — 1941 liegen. Die Niederschläge erklären diesen Sachverhalt, da diese zwischen 1931 und 1941 ebenfalls deutlich über dem langjährigen Mittel liegen, nicht. In ihren klimatischen Voraussetzungen recht gut vergleichbar sind die Perioden 1925—1941 und 1972-1983. Das ohne weiteren erkennbaren Grund tiefere Niveau der Abschüsse in der jüngsten Zeit legt somit den Schluss nahe, dass die Verminderung der Hasenbestände tendenzmässig auf Umwelteinflüsse mit der Intensivlandwirtschaft, der Verinselung der Reviere sowie zusätzli- che Störfaktoren zurückzuführen ist. 133
        

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