Die vier seit 1979 in ihrer Bestandesentwicklung erhobenen Vogelarten Neuntöter, Grauammer, Feldlerche sowie Braunkehlchen leben in reich strukturierten, nicht vollständig intensivierten Agrarräumen. Drei davon sind Bodenbrüter, der Neuntöter bevorzugt dornenreiche Hecken. Allen ist gemeinsam, dass sie eher zu stark verbuschtes Gebiet meiden, also mit Ausnahme des Neuntöters eher im offenen Grünland vorkommen. Alle vier Arten haben in Liechtenstein ihre vorwiegende Verbreitung im Talraum. Dessen zunehmende landwirt- schaftliche Intensivierung lässt ihre Bestände weiter schrumpfen. Alle vier erhobenen Arten sind in Konsequenz in der Roten Liste der gefährdeten und seltenen Vogelarten des Fürstentums Liechtenstein aufgenommen (BROGGI u. WILLI, 1985b). Die Grauammer gilt als vom «Aussterben bedroht», die drei anderen als «gefährdet». Allen ist gemeinsam (für den Neuntöter mit Einschränkung), dass sie ihr letztes grösseres Rückzugsgebiet im noch rund 100 ha grossen Ruggeller Riet- Streuewiesenkomplex besitzen. Der 
Feldschwirl (Locustella naevia), der 
Wachtelkönig (Crex crex), die Wachtel (Coturnix coturnix). der Grosse 
Brachvogel (Numenius arquata), der 
Kiebitz (Vanellus vanellus), die 
Bekassine (Gallinago gallinago), die 
Dorngrasmücke (Sylvia communis), der Gelbspötter (Hippolais icterina) und der 
Teichrohrsänger (Acrocephalus scirpaceus) sind alle ebenso mangels Feuchtgebieten oder durch Verluste naturna- her Strukturen im Talraum vom Aussterben bedroht oder gefährdet, das 
Rebhuhn (Perdix perdix) ist ausgestorben. Abb. 56: Gelbspötter und Raubwürger (rechts) 126
        

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