Es sind dies u.a. für den liechtensteinischen Talraum die Feldlerche (Alauda arvensis), der 
Neuntöter (Lanius collurio), das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) sowie die 
Grauammer (Emberiza calandra), deren Vorkommen sich auf reich strukturierte, nicht durchwegs intensiv genutzte Agrarlandschaften konzentriert. In Liechtenstein sind derar- tige Habitatsansprüche am ehesten noch in den letzten Riedgebieten erfüllt. Das Vorkommen bzw. Verschwinden dieser Vogelarten ist damit zugleich Indiz des Verlustes einer gewissen Mindestausstattung an erforderlichem Lebensraum. Für diese vier ausgewählten Vogelarten wird der Bestand seit 1979 jährlich erhoben. Bezüglich ihrer spezifischen Biotopansprüche sei auf GLUTZ V. BLOTZHEIM (1964) sowie SCHIFFERLI. GEROU- DET, WINKLER et al. (1980) verwiesen. Im folgenden wird dies kurz skizziert und die Bestandesveränderungen (Tab. 11) erläutert. Tab. 11: Bestandsentwicklungen von vier Indikator-Vogelarten für den liechtensteinischen Rheintalraum Arten Braunkehlchen Jahr Feldlerche 
(ohne Alpen) Neuntöter 
Grauammer 1979 
über 20 52 14 
13 1980 
14-20 52 15 
12 1981 
19 42 12 
10 1982 18 48 13 
10 1983 
15 37 II 
9 1984 
13 46 9 11 1985 
11 40 15 
II Tendenz: 
stark sinkend sinkend auf tiefem Niveau 
leicht sinkend seit 1979 stabil Quelle: Ornithologischer Informationsdienst BZG Tab. 12: Brutvorkommen der Grauammer in Liechtenstein Ort 
1979 1980 1981 
1982 1983 
1984 1985 Ruggeller Riet inkl. Bangser Zipfel Maurer Riet Bannrict 
8 3 
10 7 1 
9 1 
9 
11 11 Total Brüten FL 13 12 10 10 9 
11 11 Quelle: Ornithologischer Informationsdienst BZG (1/80—1/85) 119
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.