durch eine Reduktion der Fahrbahnbreiten, eine Änderung von gestreckten Linienführungen durch Einbau von Kurven, Ausbildung von gepflasterten Gehsteigabschnitten und ein gestalterisches Zusam- menbinden von Gehsteigbereichen und Vorplätzen, begleitende Stras- senraumgestaltung durch Bepflanzungen, insbesondere auch hoch- stämmige Bäume, erreicht werden. Bei Quartierstrassen lassen sich bei geringerem Verkehrsaufkommen diese Planungen in Form einer Mehrfachnutzung des Strassenraumes mit gestalterischen Elementen noch stärker in den Verkehrsfluss als verkehrsberuhigendes Paket einbauen (vgl. LANDESREGIERUNG DES FÜRSTENTUMS LIECHTENSTEIN: Verkehrsberuhigung in Quartierstrassen, Projektierungsrichtlinien für bauliche Massnahmen in Quartierstrassen, 1985). Diese neueren Erkenntnisse werden schritt- weise nicht nur bei Neubauten, sondern vor allem bei Sanierungen bestehender Strassenabschnitte berücksichtigt (vgl. Abb. 49). Ein erster markanter Akzent konnte in der Redimensionierung der Orts- einfahrt Süd in Triesen, mit Grüngestaltungsmassnahmen und getrenn- ter Radwegführung, erreicht werden. Das Projekt wird innerorts fort- gesetzt. Ein längerfristiges Umbauprogramm ist damit eingeleitet. RADWEGNETZ 1980-84 wurde vom Landesbauamt eine Radwegkonzeption ausgear- beitet, 1985 hat die Regierung ein Radwegnetz für den Berufs- und Schulpendelverkehr als Richtplanung genehmigt. Es baut auf den bestehenden 45 km Radwegen (1983 noch ca. 20 km) auf und will ein durchgehendes und vom Motorfahrzeugverkehr weitgehend getrenntes Radwegnetz unter Einschluss der regionalen Schulstandorte und in Verbindung mit einem erweiterten Radwandersystem mit Anschluss an Abb. 48: Erste zaghafte Ansätze für eine neue Denkweise beim Strassenbau zu Beginn der 1980er Jahre (Verzicht auf Abbruch des «Torkels» in Schaan) 114
        

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