— 753 — Ulrich von Ebersberg,9 Ulrich von Königsegg,1 Walter von Königsegg,1 und Hans von Schellenberg10 von Lautrach («hansen von schel- lenberg von 
lutrach»). Die Bürgen sollen auf Mahnung mit ordentlichen Pferden Geiselschaft leisten. Märk von Schellenberg soll die Bürgen entladen und wenn sie ausfallen, ersetzen. Es siegeln Märk von Schellen- berg und die Bürgen. Original im Stadlarchiv Ravensburg n. 4588. - Pergament 21,6 cm lang x 28,2, keine Plica. - Initiale über 15 Zeilen. - In je drei Quereinschnitten hängen neun Streifen, die aus einer Urkunde geschnitten sind und Satzteile oder wenigstens angeschnittene Buchstaben enthalten: 1) «lesend oder hörend lesen daz», 3) «ze Rauenspurg vergich», 4) «zwainzig pfund Haller», 7) «noten vnd pfenden». Siegel fehlen ausser 5. (Uotz von Königsegg) rund, 3,4 cm, ziegelgelb (Abgussmasse innen dunkelgrau), Stück des Randes abgebrochen, abgewetzt, im Siegelfeld Helm nach re. mit flatternder Helmdecke, Helmzier Stab? mit Ball?, Umschrift: + S' VL D KVN . EG R . WIL - Rückseite: «No. 32» (17. Jahrh.); «G.R. 803» (Blei. 19. Jahrh.); «86 a» (Blei. 19. Jahrh.); «4588» (rot. modern). Zur Datierung: Die Urkunde ist undatiert. Zur Feststellung des Datums wurden schon im frühen 17. Jahrhundert von einem Schreiber Regesten zwischen Text und Besiegelung geschrieben: «1333 Heinrich Vogt von Sumerow von Lütpolz besitzt Feste und Herrschaft Hochenegckh», «1370 In Lütpolz sizen Lutz, Heinrich vnd Rudolph die Vögte von Sumerow». Ebenso auch auf die Rückseite: «1302 Ludwig von Schönstein tauscht mit Hannss vnd Albrecht den Söhnen des verstorben Ritters Hannss des Vogts von Sumerow Leibeigene», «1309 Albrecht Schenckh von Byenburg übereignet dem ehrbaren Ritter Hannss dem Vogt von Sumerow die Mezze Herman Tochter bei Heintz Mayr vom Lüpolz, die des Hagens Sohn gewinnt». «1331 Laut Urkunde schuldet Graf Heinrich von Werdenberg, Landvogt in Obern Schwaben dem festen Ritter Johann dem Vogt von Sumerow und dessen gleichnamigen Sohn 40 Pfund Costenzer Münze». Die Urkunde wurde 1972 vom Stadtarchiv Ravensburg aus dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg erworben, ist laut Stadtarchivar Alfons Dreher (Urkunden und Regesten im Stadtarchiv 1975) vom Ravensburger Stadtschreiber Kempfverfassl und daher mit Sicherheit in den Jahren 1366 bis 1388 entstanden. Dreher datierte sie «um 1380». Dr. Natale (Stuttgart) untersuchte laut Repertorium im Staatsarchiv Sigmaringen im Februar 1965 diese von einem Geistlichen in Günzburg ins Germanische Nationalmuseum gelangte Urkunde, fand die Schrift zwar altertümlich, setzte die Urkunde aber aus inhaltlichen Kriterien in die Zeit um 1385: Der Herr von Schellenberg (Linie Lautrach) werde erstmals 1381 als mündig bezeichnet, Diepolt von Lautrach sei 1385 Bürger von Ravensburg, der Aussteller selbst seit 1385 - 1388 Bürger von Ravensburg. - Büchel setzte das Datum in den Regesten 1903 auf 1365, in der Geschichte der Herren von Schellenberg 1908 auf 1350. Der als Zeuge genannte Hans von Schellenberg von Lautrach fälll jedenfalls in eine beträchtlich spätere Zeit, denn
        

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