später nach der Beförderung zum Oberstleutnant, wobei sicherlich finanzielle Überlegungen mitbestimmend waren. In jedem der vier Briefe erkundigt sich Menzinger über das Leben und die Neuigkeiten in Vaduz. Dabei zeigt es sich, dass er sich mit der alten Heimat immer noch eng verbunden fühlte und auch am dortigen politischen Leben Anteil nahm. Alles in allem sind diese Briefe sehr aufschlussreich. Sie geben Einblick nicht nur in die hohen charakterli- chen Qualitäten sondern auch in das warme Gemüt ihres Autors. BISHER NICHT BEKANNTE AQUARELLE MENZINGERS IN BERLIN Ob wohl in Berlin noch Nachkommen Hermann Kesslers, des seiner- zeitigen Generaldirektors von Siemens lebten? Diese Frage beschäf- tigte mich lange, denn Kessler war ein Neffe Moriz Menzingers, der zu seinem Onkel bis zu dessen Tode im Jahr 1914 immer in enger Beziehung stand. Niemand konnte mir die Frage beantworten. Schliesslich gelang meinem Sohn Hans Jörg Rheinberger das Unwahrscheinliche, nämlich in Berlin einen Enkel Hermann Kesslers ausfindig zu machen. Dies war im Sommer 1985. Der nähere Kontakt war bald hergestellt. Herr Kessler besuchte mich in Vaduz und kurz darauf machte ich einen Gegenbesuch in Berlin, um mir dort die in seinem Besitz befindlichen Menzinger-Aquarelle, die den Krieg heil überstanden hatten, anzusehen. Es handelt sich dabei um sechs Aquarelle von unterschiedlicher Grösse, aber alle mit Ansichten aus Liechtenstein. Auf zweien der Blätter sind die bekannten Motive «Vaduz, Blick vom Verweserhaus nach Süden»13 und «Blick vom alten Tunnel auf Steg und Sücka»14 dargestellt. Neu für Menzinger dagegen sind zwei Ansichten von Masescha aus, mit je verschiedenem Blickwinkel gegen Südosten und gegen Süden ins Rheintal. Ganz neu für Menzinger sind auch die beiden Darstellungen mit dem Blick vom Bett des Malbunbaches direkt hinter dem Stegkirch- lein gegen die enge Klamm und den Ochsenkopf ganz im Hintergrund. 13 JBL 82, S. 52-59. 14 JBL82, S. 106-111. 263
        

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