hervorgehoben und betont werden, dass diese Frage, im Gegensatz zu den so oft wiederholten und beharrlichen Erklärungen der italieni- schen Regierung, die Frage sei eine innere Frage Italiens, ihrem Wesen und ihrer Natur nach durchaus international und für den gesamten katholischen Erdkreis vom höchsten Interesse ist.» Punkt 5: «Wenn nun auch hier Italien - wie die Zeitungen gemeldet haben, und wie man leider allen Grund hat zu glauben - bei Gelegenheit des 'Londoner Vertrags'9 den Ausschluss des Hl. Stuhls von dem 'Friedenskongress' erreicht hat, so müssen die Katholiken - wenn auch der 'Friedenskongress' heute problematisch erscheint und der Hl. Stuhl selbst keinen Schritt bei den kriegsführenden Mächten getan hat, um sich einen Anteil am Kongress zu sichern - keine Mühe scheuen, ein solcher präventiver Ausschluss des Hl. Stuhls müsse als die grösste Ungerechtigkeit und die schwerste Beleidigung desselben angesehen werden. Dieses wäre, nach unserer Überzeugung, das Programm, nach dem die Katholiken des Erdkreises in der schweren gegenwärtigen Epoche für den Heiligen Stuhl erspriesslich arbeiten könnten.»10 Bei der zweiten Abhandlung, mit der wir uns kurz befassen müssen, handelt es sich um eine Broschüre, die zwei Vorträge wiedergibt, die Dr. Karl Hoeber in den Monaten Februar und März 1916 in Köln gehalten hat. Hoebers Ausführungen verdienen deshalb besondere Aufmerk- samkeit, weil der Verlag Bachem, bei dem Hoebers Vorträge als Broschüre erschienen, sich zunächst in Rom erkundigte, «welche Auffassung in den massgebenden Kreisen des Vatikans über die in jenem Vortrag gemachten Vorschläge zur Lösung der römischen Frage herrscht»". Erst als aus Rom das Schreiben einlangte, das den Vortrag Hoebers als «sehr schön» qualifizierte und daran anfügte, er habe im Vatikan «gut gefallen», Hess der Verlag Bachem ihn drucken. Während das Schreiben des Verlages an den Vatikan in der Broschüre keine direkte Wiedergabe fand, wurden wesentliche Teile des Antwortschreibens aufgenommen. Aus diesem geht sehr deutlich hervor, worin die Bedenken und Vorbehalte des Verlages gegen den Druck der Vorträge bestanden haben müssen. Das war nämlich nichts mehr und nichts weniger als Hoebers Hauptthese, dass das Gebiet des Papstes bloss einige Quadratkilometer zu umfassen brauche. Im besagten Antwortschreiben heisst es dementsprechend ganz dezidiert: «Sie können sehr gut den Vortrag in einem Wortlaut im Buchverlag 233
        

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