Hohenemsisch-Vaduzische Vormundschaft 257 Erstes Siegel Rund, 38 mm. - Papier, rot Umschrift: SIGILLVM • TVTORVM • EMBSIAN : VADVZIANVM : Das Bild zeigt zwei ovale Wappenschilde in einem schmalen Barockrahmen, überhöht von einer «Alten Grafenkrone»,132 über den Schilden zwei nach aussen schauende Vogelköpfe. Der Bildhintergrund ist fein gemustert. Die Schilde zeigen die Wappen der beiden Vormünder: der erste Ems, der zweite gespalten von Ems und Fürstenberg.133 Die Umschrift in lateinischer Sprache steht auf einem geschlossenen Band, dessen Beginn durch eine runde Spange markiert ist. Ein Laubkranz umgibt das Siegelfeld. Abb.: Originalabdruck auf Dok. v. 1662 XII. 27. (GA S Nr. 29). 258 Zweites Siegel Rund, 36 mm. - Wachs, rot (in Holzkapsel). Umschrift: GRÄFLICH : H : EMBS : VADVZIS (...) : VORMUND- SCHAFT : 
SIGILL o Das Bild ist demjenigen auf dem ersten Vormundschaftssiegel ähnlich. Anstelle der Grafenkrone steht eine «Adelskrone». Der zweite Wappenschild zeigt nur das fürstenbergische Wappen. Die Enden des Schriftbandes sind oben leicht eingerollt. Abb.: Originalabdruck an Urkunde v. 1663 XI. 12. (GA Tb U 15). Gräflich Hohenemsische Kanzlei in Vaduz 259 Kanzleisiegel Rund, 31 mm. - Wachs, rot (in Holzkapsel), Lack, Papier. Umschrift: GRÄFL : HOCHEMEMBS : VADVZISCH • CANZLEY • SIGILL Bis auf die geänderte Umschrift, die oben mit einer Raute beginnt, ist das Siegelbild identisch mit dem des Kanzleisiegels des Grafen Franz Wilhelm (Nr. 256). Dieses Siegel wurde verwendet von der Vormundschaftskanzlei (1671), der Kanzlei des Grafen Ferdinand Karl (1680) und der Kaiserlichen Administrations-Kanzlei (1695). Belege: 1671-1695. Abb.: Originalabdruck auf Dok. v. 1695 VI. 15. (GA S Nr. 101). 132 Fünf Blätter, vier Perlen. Vgl. Wappenfibel, Tafel XX und S. 89. 133 Die Vormünder von Ferdinand Karl und Jakob Hannibal III. waren ihr Onkel Graf Karl Friedrich von Hohenems und ihre verwitwete Mutter Eleonore Katharina von Hohenems. Vgl. Bergmann, Reichsgrafen S. 63. 194
        

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