Archiven, die bislang noch nicht erfasst wurden, kommen dafür vor allem Siegel in Frage, die in auswärtigen Archiven lagern und einen Bezug zu unserer Landesgeschichte haben. 4. DER SIEGELKATALOG Eine systematische Erforschung der Siegel ist nur auf der Grundla- ge einer Vielzahl von Siegeln möglich. Die Publikation von Siegelka- talogen ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Besonderer Wert wird auf die Publikation der Siegel vor 1530 gelegt: 1957 beschloss die Schweizerische Heraldische Gesellschaft, ein Inventar für die Siegel des Mittelalters in der Schweiz zu schaffen. Dieser Corpus Sigillorum Helvetiae sollte sämtliche Siegel vor etwa 1530 in öffentlichen und privaten Archiven und Sammlungen der heutigen Schweiz umfas- sen." Bis heute ist jedoch nur der erste Band der geplanten Reihe erschienen: Claude Lapaires Arbeit über die Siegel der Burgergemein- den Burgdorf. Hingegen sind in den letzten Jahren immer wieder Einzelpublikationen über bestimmte Siegelgruppen erschienen. Der Wunsch, ganze Siegelreihen zu publizieren und sie so einer breiteren Öffentlichkeit und insbesondere der Forschung zugänglich zu ma- chen, blieb also bestehen. Der vorliegende Katalog enthält eine fast vollständige Sammlung von Abbildungen und Beschreibungen aller verschiedener Siegel in den liechtensteinischen Archiven bis 1700. Nicht erfasst wurden die Siegel im Hausarchiv der Regierenden Fürsten von Liechtenstein, da diese einerseits mengenmässig den Rahmen dieser Publikation spren- gen würden und andererseits vor 1699 kaum Bezug zu unserer Landesgeschichte haben. Obwohl sämtliche Siegel abgebildet sind, wurde auf eine präzise Beschreibung der Siegel nicht verzichtet. Der interessierte Laie wird dadurch auf viele Details aufmerksam gemacht, die ihm bei einer kurzen Betrachtung entgehen würde. Für den wissenschaftlichen Forscher wird dadurch das Material zusammengestellt, um Vergleiche zwischen den verschiedenen Siegeln anstellen zu können. Die Beschreibung der einzelnen Siegel erfolgt nach einem festen System: 1 I Lapaire, Le Corpus sigillorum, S. 59 und Burgdorf, S. 10. 21
        

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