erwähnt zwar neben der silbernen Fahne in Rot auch eine silberne Fahne in Schwarz, er vermeidet es aber, die letztere einer bestimmten Linie der Grafen von Werdenberg zuzuschreiben.6 Sucht man in der Literatur nach weiteren Hinweisen auf eine silberne Fahne im schwarzen Feld, so findet man keine sicheren Angaben. Der bekannte Vorarlberger Historiker Andreas Ulmer schrieb: «Die Grafen von Werdenberg zu Sargans sowie die von ihrer Zweiglinie von Sargans zu Vaduz (...) führen die silberne (weisse) Fahne im schwarzen Feld».7 Mit dieser Tingierung für die Linie Werdenberg-Sargans steht Ulmer allerdings allein. Er beruft sich auf Josef von Bergmann, der in seiner «Landeskunde von Vorarlberg» von 1868 schrieb: «Das Haus Werden- berg führte die Kirchenfahne und teilte sich in die Linien a) von Werdenberg-Rheinegg und Heiligenberg, dann zu Bludenz mit schwarzer Fahne in silbernem oder weissem Felde; b) von Sargans- Vaduz mit weisser Fahne.»8 Bergmann lässt offen, welche Farbe der Schild der Linie Werdenberg-Sargans besass. Ulmer unterstellt hinge- gen, dass das Werdenberg-Sarganser Wappen durch eine Farbvertau- schung des Wappens der Linie Werdenberg-Heiligenberg entstand. Klarheit über das Wappen erhält man auch nicht durch die Arbeit von Hermann Wartmann «Die Grafen von Werdenberg (Heiligenberg und Sargans)»: Dort heisst es lediglich, dass «die Werdenberger die rote Fahne mit einer schwarzen vertauschten, die Sarganser mit einer weissen».9 Aus dieser Einleitung ist deutlich geworden, dass über die Wappenfarbe der Grafen von Werdenberg-Sargans zu Vaduz Unsi- cherheit besteht. Nach einer Tradition, deren Ursprünge sich vorerst 6 Alois Ospelt: Das neue Wappen der Gemeinde Vaduz, Einführung anlässlich der Verleihung des Wappens am 25. Juli 1978. Herausgegeben von der Gemeinde Vaduz. 7 Andreas Ulmer: Die Burgen und Edelsitze Vorarlbergs und Liechtensteins. Dornbirn 1925, S. 89 und Abb. S. 899. 8 Josef von Bergmann: Landeskunde von Vorarlberg. Innsbruck/Feldkirch 1868. S. 92. 9 Hermann Wartmann: Die Grafen von Werdenberg (Heiligenberg und Sargans). In: Neujahrsblatt für die St.Gallische Jugend, herausgegeben vom Historischen Verein in St.Gallen, St.Gallen 1888. S. 5. 85
        

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