Abb. 22 Grotenrather Altar. Hl. Stephanus, HI. Martin. Hl. Pirmin und Hl. Jakobus d. Ä., fotografiert im Aachener Suermondt-Museum um 1908/11. in der Dekoration hat sich der Barockgedanke schon früh geäussert. Zum Beispiel ist im Rollwerk, dem Leitmotiv der Florisornamen- tik,142 eine Wurzel des barocken Kurvenstils zu suchen.143 Rollwerk zeigt das Grotenrather Retabel in den Volutenkonsolen, im Kartu- schen- und Tondorand, in den Muschelnischen, in den Akanthusran- ken der korinthischen Säulenkapitelle und in seiner extremsten Form im Knorpelwerk. Rollwerk sind auch die stilisierten Wolken, die das Tafelbild als Rahmen umgeben. In dieser Art der Wolkenbildung macht sich wiederum der mittelbare Einfluss Morincks auf Kern bemerkbar. Während der Norden Deutschlands, bedingt durch den Einfluss der Niederlande, eine Vorliebe für das stilisierte Ornament entwickel- 142 Zur Kunstanschauung des Cornelius Floris: Georg Lill, Deutsche Plastik, Berlin 1925, S. 172. 143 Dazu ausführlich: Walter Thomae (N 121), S. 13 ff. 68
        

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