— 668 — Ritler Ulrich von Ems* der Junge, Rudolf von Bonstetten,5 Goswin Bäsinger,6 Pfleger zu Sargans1 und Johann Stöckli? Amtmann zu Feldkirch9 vermitteln den Frieden zwischen Graf Hartmann 
10 von Werdenberg-Sargans- Vaduz, Bischof von Chur («dem Erwir-/digen herren hern hart man Byschoff ze Chun>), dem Gotteshaus und Domkapitel, seinen Dienstleuten und Helfern einerseits und den Freiherrn Ulrich Brun, Herrn zu Rhäzüns" samt Hans, Heinrich und Ulrich Brun seinen Söhnen, dem Abt und Gotteshaus zu Disentis,n Albrecht von Sax13 von Misox und den Landleuten des Oberen Teils1* zu Disentis,12 Ilanz15 in Lugnezn und in der Grub,11 ihren Helfern und Dienstleuten andererseits. Nachdem ein urkundlich besiegelter Spruch des Johann Stöcklin und des Bürgermeisters Heinrich Meisn infolge vieler schwerer Zusammenstösse mit Raub, Brand und Totschlägen nicht zur Geltung kam, wurde auf Veranlassung der Herrschaft von Österreich und im beiderseitigen Einverständnis der Konflikt gütlich geschlichtet wie folgt. Erstens werden zwar das Tal Stussavien19 und der Grosszehent zu Katz20 und zu Sarnn am Heinzenberg22 dem Bischof Hartmann 
10 zugesprochen, doch ist zu besserer Freundschaft ausbedungen, dass Ulrich Brun und seine Söhne bei der Lehenschaft desselben Tales und Zehents, ehemaligen Besitzes der von Schauenstein23 bleiben und sie von den jeweiligen Bischöfen von Chur empfangen und dafür Lehendienst leisten sollen. Rechte anderer im Tal werden vorbehalten. Bis kommenden St. Georgentag sollen der von Rhäzüns11 und Bischof Hartman dem Spruchbrief Stöckliss und Bürgermeisters Meisn nachkommen und dabei auch den urkundlichen Ausgleich der Dienstleute und Bürger berücksichtigen. Weggenommene Leute oder Güter sollen zurückgegeben, der Stand vor dem Krieg soll wiederhergestellt werden, Vereidigungen dieser Leute sollen ungültig sein, Gefangene sollen ohne Sondersteuer freigelassen werden. Beide Parteien werden schliesslich zu Freunden gesprochen, Vergeltung ist ausgeschlossen. Es siegeln Graf Fried-
        

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