Abb.2 Balzers «Runder Büchel - Areal Foser» (FL 54). M 1:2. nis. In den letzten Jahren hat es sich aber gezeigt, dass der hergebrachte Begriff «Schnellerkeramik» wahrscheinlich neu zu definieren ist, weil es sich wohl am ehesten um einen Verzierungsstil handelt, der sich aus der «Taminserkeramik» entwickelt hat. Auf dem «Schneller» konnte man aber keine feineren Unterscheidungen machen, und auch die Ausgrabungen auf Schaan «Krüppel» haben nur das Form- und Verzierungsspektrum belegt, nicht aber eine mögliche Abfolge. Einzig die Siedlungsfunde von Chur «Welschdörf- li» lassen eine eindeutige Trennung von zwei Horizonten zu: unten jener mit «Taminserkeramik» und darüber, durch eine einge- schwemmte Lehmschicht getrennt, jener mit «Schnellerkeramik» (Zindel 1978). In Balzers «Areal Foser» und «Areal Kaufmann» scheint es nun aber möglich zu werden, die Begriffe enger zu fassen, wobei das Brandgräberfeld auf dem «Areal Fosen> die dort älteste Erscheinung mit Elementen der «Taminserkeramik» wäre, dann folgen einzelne Gräber vom «Areal Kaufmann» mit «einfach verzierter Schnellerwa- re» und wohl noch etwas später von der auf dem «Runden Büchel» gelegenen Siedlung (Bill 1983) heruntergespülte und weggeworfene Scherben mit «reich verzierter Schnellerware». Aus dieser Sicht ist es möglich, dass das fein verzierte Importstück (Abb. 2), das aus dem obersten Abstich von «Areal Foser» stammt, zur jüngsten Phase gehören könnte, also mit der als «reich verzierter Schnellerware» charakterisierten Tonware mit umlaufenden Rippen und Kreisstem- pelornamentik parallelisiert wird, oder dann zeitgleich mit der 267
        

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