im Sommer desselben Jahres wurde ein Erweiterungsbau des Mu- seums fertiggestellt.42 Wie dem auch sei, ausschlaggebend für die Weggabe des Altars war mit Sicherheit die gute Beziehung Lambert Cremers, des damaligen Pfarrers von Grotenrath, zum Aachener Suermondt-Museum.43 Wie man in Grotenrath zu berichten weiss, ist das Altarretabel, welches die Kirche vor dem ehemaligen Eschener Hochaltar schmückte, in sich zusammengefallen.44 Daraufhin habe der initiative Pfarrer Cremer aus dem Aachener Museumsbesitz den heutigen Altar erworben. Die Errichtung des Altars in der Grotenrather Pfarrkirche schildert Pfarrer Cremer wie folgt: «Am 13. Januar 1931 ... wurde der Altar gratis durch Geschwister Heinen (mit einem Lastwagen, Verf.) von Aachen abgeholt und noch am selben Tage durch den Pfr. mit Hülfe von Pfarrangehörigen aufgestellt und in der Wand verankert. Das Mittelbild, das stark beschädigt war, wurde Herrn Maler Zaus in Aachen zur Restaurie- rung übergeben. Mit dem folgenden Tage begann dann die Instandset- zung, bei der leider kein echt Gold verwendet werden konnte aus finanziellen Gründen. Aus dem zu diesem Barockaltar gehörigen, nicht benutzbaren Tabernakel Hess der Pfarrer nach seinen Angaben das Expositorium herstellen. Die Arbeiten waren am 24. Jan. erledigt, sodass der Pfarrer am 1. Jahrestag seiner Einführung (am 26. Januar 1931, Verf.) zum erstenmal an dem jetzigen Altar zelebrieren konnte. Zu bemerken ist, dass es sich nur um den Aufbau des Altars handelt; der Unterbau mit der schönen Altarplatte war von dem alten her geblieben. Die Gesamtkosten betrugen 1519, 75 M.»45 42 Zum Erweiterungsbau des Suermondt-Museums: Ernst Günther Grimme u.a., Suermondt-Ludwig-Museum Aachen, Heft 9 der Reihe «Museum», Braun- schweig 1982, S. 14; Bericht über die Tätigkeit der Städtischen Museen in den Jahren 1927 bis 1930, in: Aachener Kunstblätter, hrsg. v. Felix Kuetgens im Auftrag des Museumsvereins zu Aachen, Heft 15, Aachen 1931, S. 15. 43 Vgl. auch: Chronik (N 41), S. 10. Kuetgens (N 32) spricht von dem «kunstsinnigen Pfarrer Lambert Cremer». Zur Person Pfarrer Lambert Cremers: Bischöfliches Generalvikariat Aachen (Hrsg.). Handbuch des Bistums Aachen, 2. Aufl., Aachen 1962, S. 691. 44 Der Drehtabernakel dieses Altars steht heute noch auf dem Dachboden der Kirche in Grotenrath. 45 Zitat: Chronik (N 41), S. 10. 2S
        

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