Abb. 100 Burg Gutenberg in Balzers. Zunftstube. Handwerkswappen mit Sinnsprüchen. und ein einen Zinnkrug und Weintraube haltender Mann die Atmosphäre einer mittelalterlichen bürgerlichen Weinstube. Die Wände des Rittersaales schmückte er mit einem Geflecht von Ranken mit Phantasietieren. Eine ähnliche Malerei, allerdings auf Holz, findet man von Rheinberger an der Decke des Vorraumes zum Kastenzimmer auf Kreuzenstein. Rein dekorativer Natur sind auch die Wappenschilder unterhalb des Deckenansatzes im Rittersaal von Gutenberg (s. Abb. 102). In der Malerei kam Egon Rheinberger nicht über das Dekorative hinaus. Er entsprach damit ganz den Wünschen seiner Auftraggeber und seinen eigenen Intentionen. Ob ihm die Malerei darüber hinaus noch etwas bedeutete, lässt sich heute nicht mehr feststellen. Wir wissen aber aus seinem Leben, dass er sich in seiner Münchner Zeit einmal für das Malstudium interessiert hat. Dies belegt das im Lebenslauf zitierte Antwortschreiben des Malers Franz von Stuck. In den malerischen Arbeiten Rheinbergers ist nicht zu übersehen, dass das zeichnerische Element ausnahmslos vorherrscht. Zeichnen war für ihn zeitlebens von grundlegender Bedeutung. As studierender Bildhauer, auf seinen Reisen und später als Architekt konnte er sich in der Handhabung des Zeichenstiftes perfektionieren. Eine im «Roten Haus» aufbewahrte Mappe enthält einen Restbestand seines 237
        

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