eines schwäbischen Flügelaltars aus Almens in Graubünden, eines Kalkarer Schnitzaltars von Jan van Haldern und des ehemaligen Eschener Hochaltars.38 Seiner Höhe wegen konnte der Eschener Altar weder in dem für ihn gedachten Saal barocker Bildwerke noch in einem anderen Sammlungsraum untergebracht werden, so dass er bis zum Jahre 1931 in dem hochgewölbten Vortragssaal des Museums «in Abgeschiedenheit und Halbdunkel ein wenig würdiges Dasein»39 führte. Aus dieser Zeit stammt auch die erste und damit älteste Aufnahme des Altars (Abb. 7). 4. DER WEG DES HOCHALTARS VOM SUERMONDT-MUSEUM NACH GROTENRATH «Wozu stand ein schweizer Altar im fernen Aachen, im ehemali- gen Tanzsaal des Hauses Cassalette, dem späteren Vortragssaal des Suermondt-Museums? Konnte er nicht im Chor einer Kirche ein neues Leben beginnen, zurückgegeben seinem ursprünglichen hehren Zweck und Ziel?»40 Diese Worte des Museumsdirektors Dr. Felix Kuetgens machen begreiflich, warum der Hochaltar zu seiner Amtszeit im Jahre 1931 an die Pfarrgemeinde Grotenrath verkauft wurde - für 1200 Mark,41 eine Summe, die 400 Mark unter dem Ankaufspreis des Jahres 1908 liegt. Möglicherweise steht der Verkauf des Altars im Januar 1931 auch im Zusammenhang mit Umbauarbeiten des Suermondt-Museums. Denn 38 Vgl.: Hermann Schweitzer. Die neuerworbenen Altäre (N 36), S. 54 - 67; ders., Jahresbericht (N 36); O.E. Mayer (N 36), S. 12. - Zum Erwerb des ehemaligen Eschener Hochaltars siehe auch die kurzen Museumsmitteilungen in: Die christliche Kunst. Monatsschrift für alle Gebiete der christlichen Kunst und der Kunstwissenschaft sowie für das gesamte Kunstleben. 5. Jahrg. 1908/1909, Heft 3, Beilage S. 19; Kunstchronik. Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe, 20. Jahrg. 1908/1909, S. 46. 39 Zitat: Felix Kuetgens (N 32). 40 Zitat: Felix Kuetgens (N 32). 41 Siehe: Inventareintragung No. 64 im Zugangsinventar des Suermondt-Museums aus dem Jahre 1908; Inventarverzeichnis der katholischen Kirchengemeinde St. Cornelius Grotenrath, S. 45 (Nr. 27); Chronik der Pfarre St. Cornelius Grotenrath von der Gründung der Pfarre bis zum Jahre 1964. S. 10. 27
        

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