nur ist dieser hier stärker ausgeprägt als bei den oben besprochenen Landhäusern Rheinbergers. Rheinberger baute dieses Haus nach bereits vorhandenen Plänen eines Berliner Architekten. Bis auf einige Korrekturen ist der Bau kein authentisches Werk von ihm. Die Aussenerscheinung des rustikal wirkenden Hauses ist durch dunkle Holzstrickwände und durch Verwendung von Naturstein im Erd- und Obergeschoss charakterisiert. Eine Holzveranda über einer steinernen Ecksäule, sowie ein rundbogiges Eckfenster heben das zweite Geschoss optisch hervor. Holz, zum Teil als geschnitzte Balkendecke, ergänzt sich angenehm mit der übrigen Einrichtung des Hauses. HAUS ZUM SANKT JOHANNER 16, VADUZ 1926 verkaufte Prof. Ferdinand Nigg sein Wohnhaus im Becka- gässle. Egon Rheinberger hatte er daher beauftragt, am Hang neben der alten Schlossstrasse - heute zum Sankt Johanner - für ihn einen neuen Wohnsitz zu bauen. Während ersteres Haus und die bereits besprochene Villa Hilty in Werdenberg in ihrer äusseren Erscheinung verwandte Eigenschaften aufweisen, stellt dieses dritte authentische Wohnhaus Rheinbergers einen anderen Typus dar. Auch verzichtete Rheinberger hier auf die für seine Bauweise typische Fassadenverklei- dung mit Schindeln und Fachwerk und lässt nur den Baukörper für sich sprechen. Lediglich die kleinteiligen Sprossenfenster sowie die Holzumrahmung an der Aussenseite des Wohnzimmers - eine Vorliebe des Architekten - haben alle drei Gebäude miteinander gemeinsam. Der mehrgliedrige Bau mit westseitigem Balkon, Terrasse und Eingangsloggia wurde im Jahre 1929 aufgestockt und mit Zubauten versehen. Er entspricht heute nicht mehr ganz der Form wie noch auf den hier gezeigten alten Ansichten. Im Inneren ist hervorzuheben eine Stube mit Kassettendecke und Holzverkleidung an den Wänden. Ebenso von Rheinberger entworfen sind dort zwei Holzkommoden. Das Haus, zum Sankt Johanner 16, ist der letzte Bau Rheinbergers in der Reihe seiner Wohnhäuser. 217
        

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