handwerksmässige Arbeiten zu verrichten hatten. Allerdings bleibt festzustellen, inwieweit die Kern-Werkstatt an der Ausführung betei- ligt war.16 II. ZUR GESCHICHTE DES GROTENRATHER ALTARS Die Geschichte eines Altars ist eng verbunden mit der Geschichte der jeweiligen Kirche. So ist auch die Kirchengeschichte der Gemein- de Eschen ausschlaggebend für die Geschichte des Altars, der sich heute in Grotenrath befindet. I. DIE RENOVATION DER PFARRKIRCHE ST. MARTIN IN ESCHEN IM JAHRE 1639 Die Pfarrkirche St. Martin in Eschen gehörte dem Kloster Pfäfers, welches zu den bedeutendsten Benediktinerabteien im voral- pinen Raum zählte.17 Im Jahre 1639 wurde das Gotteshaus renoviert, wobei der Choraltar und ein Seitenaltar durch neue Altäre (aber noch ohne Retabel) ersetzt wurden.18 Diese Massnahme ist als Auswirkung der damals lebendigen Gegenreformation zu verstehen, die den kirchlichen Baueifer ungemein angeregt hatte.19 Die evangelische Lehre der Reformation ist Ausdruck des religiö- sen Ursprünglichkeitsstrebens im Zeitalter der Renaissance. Die aus dieser Lehre wenn auch ungewollt, so doch unvermeidlich hervorge- gangene Spaltung der Kirche in Katholizismus und Protestantismus 16 In diesem Zusammenhang sei bemerkt, dass Kunst und Handwerk zu der damaligen Zeit eng verknüpft waren. Die bedeutendsten Barockkünstler waren Autodidakten. Die technischen Fertigkeiten und die ersten künstlerischen Anre- gungen verdankten sie einfachen Handwerksmeistern. Vgl. dazu: Matthäus Pest (N 15), S. 57. 17 Vgl.: Gemeinde Eschen (Hrsg.), Gedenkschrift zur Renovation der Pfarrkirche St. Martin Eschen 1977 - 1979, Eschen / Liechtenstein 1979, S. 5; Johann Baptist Büchel, Geschichte der Pfarrei Eschen, in: Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, 26. Jahrg.. Vaduz 1926, S. 8 f. u. 77. 18 Vgl.: Gemeinde Eschen (N 17); Johann Baptist Büchel (N 17), S. 78. 19 Zu dieser Wertung kommt: Erwin Poeschel (N 3). S. 60. IS
        

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