Die Burg liegt nordwestlich von Mödling auf dem Nordhang eines Felskammes des Kalenderberges. Eine gewaltige rechteckige Anlage beherrscht das felsige Gelände. Das im Süden vorgelagerte Werk der Feste gehört dem 16. Jhdt. an. Der Hauptbau umfasst in einem Kapelle, Pallas und Wohnturm. Durch den Zugang vom Osten gelangt man in den äusseren Burghof. Eine Treppe führt von dort in den inneren Hof mit einer Zisterne. Das untere Geschoss umfasst Wirtschaftsräume und das Verliess. Das darüberliegende Stockwerk enthält die Knappenhalle, den Saal, die Kemenate und die kreuzge- wölbte Kapelle. Die Räume sind durch einen Gang und Treppen miteinander verbunden. Im Obergeschoss finden sich mehrere kleine- re Gemächer vor. Das Unter- und Hauptgeschoss, ein Quaderbau, sind im Kern früh- und spätmittelalterlichen Ursprunges. Das Obergeschoss und der Wohnturm gehören dem 19. Jhdt. an. Ursprün- glich das Stammschloss der Fürsten von Liechtenstein, wechselte die Burg mehrmals den Besitzer. Während der zweiten Türkenbelagerung wurde sie durch Brand bis zur Ruine verwüstet. 1808 kaufte sie Fürst Johann I. von Liechtenstein in den Familienbesitz zurück. Er Hess die Ruine romantisch ausbauen. Sieben Jahrzehnte später erfolgte der Umbau im romanischen Stil unter dem Architekten Karl Gangolf Kayser. Den neuen Westturm versah er mit einem Satteldach und Treppengiebel. Diese Lösung missfiel später dem damals regierenden Fürsten Johannes IL, und er beauftragte den Architekten Humbert Walcher Ritter von Moltheim, unter dessen Leitung der Wiederauf- bau der Burg abgeschlossen wurde, mit dem Umbau des Turmes . Egon Rheinberger, der seit 1899 in den Diensten des Fürsten stand, lieferte 1901 dafür die Pläne. Er erntete für diesen Entwurf das Lob seines Dienstherrn. Es handelte sich bei dieser Arbeit um die Abänderung des Turmdachgeschosses, welches er um ein Stockwerk erhöhte. Dort richtete er eine geräumige Turmstube ein. Der Hauptak- zent dieses Turmgeschosses Hegt in der Verbindung zwischen der mit einem Walmdach eingedeckten rechteckigen kubischen Turmkrone und dem etwas tiefer liegenden Runderker. Von diesem Erker betritt man nach aussen einen offenen Umgang, der von Norden nach Süden verläuft und in die Turmstube zurückführt. Erker und Umgang lassen das oberste Turmgeschoss plastisch in Erscheinung treten. Erkerkon- sole sowie die unterhalb der Turmstube und Umgang verlaufenden profilierten Konsolsteine unterstreichen die optische Gewichtigkeit 144
        

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