Landes verzeichnet waren.19 Den beschreibenden Text verfasste sein Schwiegervater, Dr. Rudolf Schädler. Es war dies die erste Wander- karte Liechtensteins. Im gleichen Jahr feierte man im Lande den 200. Jahrestag der Erwerbung der Grafschaft Vaduz durch das Haus Liech- tenstein. An der Gestaltung des dabei abgehaltenen Festumzuges war Egon Rheinberger massgebend beteiligt. Obwohl zeitlebens Privat- mann, war Egon Rheinberger, angeregt durch seine vielseitigen Interessen, auf verschiedenen Gebieten des kulturellen und künstleri- schen Bereiches tätig. Bei der Betrachtung seines Lebens, darf nicht übersehen werden, dass durch die Rückkehr des akademischen Künstlers in die Heimat sein Werdegang eine Wende nahm. Die dadurch entstandenen neuen Lebensumstände brachten es mit sich, dass seine Ausbildung als Bildhauer kaum noch Nahrung fand, sich auf diesem Gebiet weiter- zuentfalten. Massgebend dafür war wohl das Ausbleiben von Aufträ- gen wie auch das Fehlen eines regen Kontaktes mit anderen Bildhauern. Die fallweisen Besuche seiner engsten Münchener Kolle- gen übten anscheinend keinen Einfluss auf ein weiteres bildhaueri- sches Schaffen aus. Mitentscheidend für das Aufhören seines Wirkens als Bildhauer war sicherlich auch der Grund, dass seine ersten öffentlichen Aufträge, nach Absolvierung des Studiums, von überwie- gend baulicher Natur waren. In Verbindung mit seinen architektoni- schen Arbeiten konnte er jedoch seine Erfahrungen als Bildhauer, Maler und Kunsthandwerker gut vereinen. Am 25. Juli 1936 starb Egon Rheinberger. Seine Frau übersiedelte bald nachher mit den Söhnen vom Schloss Gutenberg zurück in das «Rote Haus» nach Vaduz. Die Burg selber, Rheinbergers Hauptwerk, wurde im Jahre 1953 verkauft. Anlässlich des Todes des überall geschätzten Liechtensteiners schrieb J. Ospelt im Jahrbuch des Historischen Vereins unter anderem: «... Mit Rheinberger ist einer der wenigen von hinnen geschieden, die sich um die Geschichte unseres Landes und besonders um die vor- und frühgeschichtliche Erforschung der Heimat besondere Verdienste erworben haben. Ein bestes Gedenken wird ihm gesichert bleiben.»20 19 Herausgegeben v. d. «Sektion Liechtenstein des D.u.Oe.A.V. 1912. 20 Jos. Ospelt, JBL, Bd. 36. 142
        

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